Kaiserau l (dpa) Die deutschen Handballer, darunter auch die Magdeburger Dario Quenstedt und Stefan Kneer, starten mit einem Vier-Nationen-Turnier die Vorbereitung auf die WM-Playoffs im Juni. Dabei trifft die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger auf die EM-Teilnehmer Österreich, Russland und Island.

"Die volle Konzentration gilt den WM-Play-offs. Das Turnier ist aber ein ganz wichtiger Meilenstein. Mir geht es dabei nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern um die Entwicklung der Mannschaft", sagte Heuberger, der sich nach dem Verpassen der Olympischen Spiele in London und der EM-Endrunde mit der derzeitigen Rolle des deutschen Handballs vorerst abgefunden hat: "Für Österreich, Russland und Island wird das Turnier die Generalprobe auf dem Weg zur Euro sein. Wir wollen diese Teams maximal fordern."

Heuberger plagen allerdings mal wieder Personalprobleme. Steffen Weinhold, Adrian Pfahl, Michael Haaß, Steffen Fäth und Sven-Sören Christophersen stehen nicht zur Verfügung. "Das ist nicht optimal, aber durch die Ausfälle bieten sich auch Chancen für die nachrückenden Spieler", sagte der Bundestrainer, der zudem auf der Torhüterposition rotieren lässt. Das öffnet SCM-Keeper Quenstedt die Tür zum Debüt. Auf der Vereins-Homepage erklärte er: "Nationalspieler zu werden, war eines meiner Ziele. Jetzt möchte ich mich beweisen und in der Nationalmannschaft dabeibleiben."