Magdeburg. Was Dimitris Polychroniadis von Leonard Washington weiß, weiß der Trainer der Otto Baskets bislang aus der Sichtung seines Videomaterials. Denn in Deutschland hat Washington nie gespielt. Am Freitag ist der 25-jährige und 2,01 Meter große Neuzugang aus Amerika (Volksstimme berichtetet) in Magdeburg eingeflogen und hat dann am Abend ein lockeres Training absolviert. "Er soll laufen, sich bewegen, einfach wieder reinkommen", klärte Coach Polychroniadis vor der Einheit auf. Er ist sich sicher: "Leonard ist der Typ, der von null auf 100 seine Leistung abrufen kann" - vielleicht schon am Sonntag in Leverkusen (16 Uhr).

Über Weihnachten hatten sich die Otto Baskets ein klares Zwischenziel gesetzt: "Drei Siege aus den ersten drei Spielen des neuen Jahres" wollen sie holen, um sich im Abstiegskampf in der 2. Basketball-Bundesliga Luft zu verschaffen. Ob dann Power Forward Washington in Leverkusen bereits eine Rolle spielen wird, ließ Polychroniadis offen. Aber alle anderen, die beim 82:80-Erfolg am vergangenen Sonnabend gegen Karlsruhe den ersten Schritt zum Ziel gegangen waren, werden es wohl können. Nur Jeramie Woods konnte aufgrund einer Augenentzündung nicht mittrainieren, sein Einsatz ist deshalb fraglich.

Selbstvertrauen haben die Otto Baskets jedenfalls gesammelt, wenngleich gegen Karlsruhe sich nicht jeder Akteur an die Absprachen in der Defensive hielt. "Auf den Sieg wollen wir uns nicht ausruhen", erklärte Polychroniadis deshalb. Auch nicht auf den Erfolg gegen die Leverkusener im Hinspiel (74:67). Zumal die Giants, 15. der Tabelle mit zwei Punkten Rückstand auf Magdeburg, um ihren treffsicheren Regisseur Tony Watson (bislang 270 Zähler) ihr erstes Spiel 2014 auswärts gegen Kirchheim mit 71:67 gewannen. Auch das ist eine Ansage.