Magdeburg. Dass sich die Überschneidung negativ auf das Interesse auswirkt, ist eher nicht zu erwarten. Die Vorverkaufszahlen für den DFB-Hallenpokal klingen vielversprechend. "Bislang wurden 4100 Karten abgesetzt", sagte Annette Seitz vom DFB-Pressestab. Tickets gibt es nur noch an den Tageskassen (Sonntag ab 9 Uhr). Die Gesamtkapazität liegt bei 4634 Plätzen.

Zum fünften Mal trifft sich die Elite des deutschen Frauenfußballs in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Seit gestern Vormittag wird in der Getec-Arena eifrig gebohrt, geschraubt und gehämmert. Seitz: "Rund 300 Helferinnen und Helfer sind im Einsatz."

Erneut starten alle zwölf Erstligisten, allen voran Titelverteidiger Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt und Triple-Gewinner VfL Wolfsburg. Zur Eröffnung ist erstmals eine Lightshow geplant.

Gespielt wird am Sonntag (Beginn 10 Uhr) wieder in drei Gruppen à vier Mannschaften. Das Finale steigt um 16.10 Uhr.

Einen klaren Favoriten gibt es wie immer nicht. "In der Halle kann auf engstem Raum so viel passieren. Wer hätte gedacht, dass im vergangenen Jahr Bayer Leverkusen das Halbfinale erreicht", nannte die Ex-Magdeburger Nationaltorhüterin Almuth Schult (Wolfsburg) ein Beispiel.

Potsdams Trainer-Oldie Bernd Schröder (71) setzt beim nationalen Hallenspektakel einmal mehr auf den Heimvorteil: "Traditionell kommen viele Fans aus der Region nach Magdeburg, um uns zu unterstützen. Da ist schon eine gewisse Erwartungshaltung gerechtfertigt. Wir wollen uns deswegen ordentlich präsentieren, guten Fußball zeigen und möglichst den Titel verteidigen."

Für einen besonderen Farbtupfer sorgen die Frauen aus Duisburg. Erstmals treten sie nämlich als "Zebras" zum traditionellen Aufgalopp an. Hintergrund: Am 1. Januar ging der Spielbetrieb des insolventen FCR Duisburg offiziell an den MSV Duisburg über, und aus den Löwinnen wurden kurzerhand Zebras in blau-weiß gestreiften Trikots. Spielführerin Jennifer Oster: "Wir wollen zeigen, dass wir würdig sind, dieses Trikot zu tragen."

Eingeläutet wird die Jubiläumsausgabe mit einem festlichen Abend im Maritim-Hotel am heutigen Sonnabend, bei dem u. a. Renate Lingor zur "besten Hallenspielerin aller Zeiten" geehrt wird.

In der Gieselerhalle (Sonnabend ab 10 Uhr, Sonntag ab 9 Uhr) treffen sich derweil die besten U-15-Jahrgänge zum Pape-Turnier, der inoffiziellen deutschen Meisterschaft. Allein neun Erstligisten sind mit ihrer C-Jugend am Start.