Samswegen l Auch nach 22 Jahren Bundesliga verzeichnet der SSV 1884 Samswegen immer noch etwas Neues. Am Sonnabend (Beginn 17 Uhr, Sporthalle Wolfsgrube) geben die Stemmer aus dem Bördedorf in einem Wettkampf der deutschen Eliteliga im Freistaat Thüringen ihre Visitenkarte ab.

Zu Gast sind die Samsweger bei Aufsteiger AC Suhl, der sämtliche bisherige Wettkämpfe 0:3 verlor und mit 0:12 Punkten Siebenter und damit Letzter der Bundesliga-Gruppe Ost ist. Nicht viel besser nimmt sich allerdings die Bilanz des Teams aus Sachsen-Anhalt aus. Auch die Samsweger konnten ihre hohen Erwartungen bislang nicht erfüllen. Mit 2:10 Zählern rangiert das Sextett aus dem Bördekreis zwei Duelle vor Ende der Gruppenkämpfe auf Platz sechs.

Doch Wolfgang Weber ist optimistisch: "Gegen Suhl steht alles andere als ein Auswärtssieg überhaupt nicht zur Debatte." Webers Ansage steht allerdings auf recht stabilen Beinen, liegt doch die Saisonbestleistung der Thüringer bei lediglich 542,6 Punkten. Samswegen hatte, abgesehen vom "Ausrutscher" zuletzt beim Oder-Sund-Team, zuletzt zweimal 737 Zähler auf seinem Konto. "Ein Ergebnis jenseits der 700 Punkte" erwartet der Sportliche Leiter der Samsweger deshalb unumwunden.

"Gesetzt" in der Samsweger Mannschaft sind mit dem Albaner Ervis Tabaku, Markus Krümmer, Christopher Roland und Ronny Winter die vier Stammkräfte. Wer aus dem Trio Steve Wohl, Nico Krüger und Dirk Springer das Team komplettieren wird, entscheidet sich nach Webers Worten erst unmittelbar vor dem Wettkampf. Weber selbst wird wegen einer Krankheit nicht vor Ort sein. Mannschaftsleiter Lutz Witzel sowie die Trainer Günter Schliwka und Hartmut Stellmacher schicken die Aktiven auf die Bohle.

Das Aufeinandertreffen der beiden Ost-Vereine wird voraussichtlich vor nur 20 bis 30 Zuschauern stattfinden. Die zehnfache Besucherzahl wäre möglich gewesen, wären die Suhler dem Vorschlag des im thüringischen Herbsleben wohnenden und für Samswegen startenden Christopher Roland gefolgt. Dieser hatte vorgeschlagen, den Bundesliga-Wettkampf aus Suhl in sein Heimatdorf zu holen. "Mindestens 300 Zuschauer wären da gekommen - eine ganz tolle Kulisse", sagte der 25-Jährige, der sich enttäuscht zeigte von der schroffen Ablehnung seines Vorschlages seitens der Suhler.