Magdeburg. Besser kann man sich seinen Ehrentag nicht vorstellen. Neben Glückwünschen zum erfolgreichen Spiel seiner SCM-Youngsters konnte Bennet Wiegert auch noch Blumen und Präsente zu seinem Ehrentag am Samstagabend entgegennehmen.

Wiegert zeigte sich auch spendabel. Selten zuvor waren 15 Akteure auf dem Spielprotokoll der Youngsters vermerkt. Auch dank der sechs A-Jugendlichen konnte Wiegert aus dem Vollen schöpfen, gönnte allen, außer Gordon Kaffenberger, Einsatzzeiten. Alexander Saul begann für Bert Hartfiel, Nicholas Stiebler gab sein Männerdebüt anstelle des für drei Spiele gesperrten Tim Ackermann ("Das Strafmaß finde ich etwas überzogen", so der Sünder). Stiebler bot eine beherzte Partie, holte zwei Siebenmeter heraus und erzielte unter den Augen seiner Mutter Sina selbst zwei Treffer.

"Das hat heute Spaß gemacht. Ich denke, ich habe meine Chance genutzt, habe versucht, mein bestes zu geben", so Stiebler jun., der allerdings auf Unterstützung von Vater Steffen vor Ort verzichten musste. Der neue Sportliche Leiter des SCM schaute sich in Leipzig das Basketballspiel zwischen dem MBC und Bayern München an. "Wenn ich nicht gespielt hätte, wäre ich auch dort gewesen. Wir beide sind große Basketballfans", so der Junior.

Die Gastgeber, bei denen neben dem gesperrten Ackermann nur noch Niklas Sommermeier wegen einer Knieprellung fehlte, lagen gegen die solide mitspielenden Thüringer nur einmal, beim 0:1, in Rückstand, hatten die Begegnung ansonsten mehr oder weniger sicher im Griff. Saul traf bis Mitte der ersten Halbzeit schon viermal, ehe Hartfiel für ihn kam. Zur Halbzeitpause lagen die Youngsters mit drei Toren vorn, auch wenn Rechtsaußen Sven Vogel das Pech an den Fingern zu kleben schien, Keeper Philip Ambrosius nicht seinen besten Tag hatte.

Bei den Gästen ging nur vom Ex-Magdeburger Paul Weyh-rauch (verwandelte fünf von sechs Strafwürfen) und dem Letten Borodovskis richtig Gefahr aus. Mitte der zweiten Halbzeit führten die Magdeburger mit 26:20, den folgenden Konter brachte Maximilian Janke allerdings nicht an Gästetorwart Herholc vorbei. "Da dachte ich eigentlich, das Spiel wäre durch, doch haben wir uns es noch einmal selbst schwer gemacht. Darüber habe ich mich geärgert, aber für die Mannschaft war es gut, denn sie lernt dabei, dass Fehler über Sieg und Niederlage entscheiden", bekannte Trainer Wiegert später.

Am Ende stand ein verdienter Youngsters-Erfolg, auch weil die Gäste zwar des Öfteren mal dran waren, aber nie entscheidend aufschließen konnten. "Uns fehlte die Konstanz", so Gästecoach Frank Ihl.

SCM II: Ambrosius, Hendrich - Vogel 2, Saul 4, Carstens, Janke 6, Zimmermann 4/1, Sohmann 3/1, Stiebler 2, Wilke 1, Hartfiel 4, Rühl, Gebala 7, Wasielewski. Schiedsrichter: Beyer (Chorin)/Höhne (Eberswalde) - Zuschauer: 400. Siebenmeter: SCM 3/2 - HSV 6/5. Zeitstrafen: 4 - 6.