Magdeburg l Der Countdown für den Ligaauftakt der SCM-Handballer nach der Winter-Pause am kommenden Mittwoch gegen TSV Hannover-Burgdorf (20.15 Uhr/Getec-Arena) läuft gnadenlos herunter. Doch zum Glück findet Interimstrainer Uwe Jungandreas in der heißen Phase der Vorbereitung eine Luxussituation im Training vor: "Nach einer gefühlten Ewigkeit ist die Mannschaft bis auf Jure Natek komplett. Bei ihm ist offen, wann er nach seiner Handverletzung wieder mitmachen kann." Die knapp bemessene gemeinsame Zeit gelte es nun intensiv vor allem für technisch-taktische Dinge zu nutzen.

Wie weit seine Jungs inklusive der EM-Rückkehrer Robert Weber und Bartosz Jurecki sowie des in dieser Woche ins Mannschaftstraining eingestiegenen Spielmachers Michael Haaß eine Woche vor dem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn sind, konnte Jungandreas am Mittwochabend beim inoffiziellen Testspiel gegen die GWD Minden in der Gieselerhalle sehen. Sein Team verlor die Begegnung etwas überraschend mit 26:27 (10:10) und offenbarte vor allem Schwächen im Angriff. Bester Werfer war Andreas Rojewski mit acht Toren.

"Natürlich klemmt hier und da noch die Säge, aber das ist normal, wenn die Jungs aus verschiedenen Richtungen zusammenkommen und erstmals wieder mit voller Kapelle ein Spiel bestreiten. Mir war wichtig, zu sehen, wo wir stehen und dass wir noch einiges tun müssen", so Jungandreas, der zu den zwei bisherigen Schwerpunkten (aggressive Abwehr und Tempospiel) speziell mit dem Angriffsspiel einen weiteren ins Blickfeld gerückt hat: "Da erwarte ich einfach mehr Kreativität und Flexibilität als bisher."

Um den Teamgeist macht sich der Trainer indes keine Sorgen. Er habe den Eindruck gewonnen, "dass der Mannschaft der Kurztrip nach Barcelona sehr gut bekommen ist. Die Jungs wirkten aufgeräumt und fokussiert." Auch über das Saisonziel hätten sich seine Spieler in der Ferne noch einmal Gedanken gemacht. "Wie es genau formuliert wird, darüber muss ich noch einmal mit der Mannschaft Rücksprache halten. Aber trotz unseres hammerharten RückrundenProgramms wird das Ziel keinesfalls nach unten korrigiert."