Magdeburg l Die Club-Führung hatte in jüngster Vergangenheit wiederholt erklärt, dass sie zwar mit der Arbeit des Trainer-Gespanns Andreas Petersen/Danny König zufrieden sei, die zum 30. Juni auslaufenden Verträge aber nicht vorzeitig verlängern, sondern abwarten will, wie der Rückrundenstart verläuft und erst im April Gespräche aufnehmen wird.

Ob der FCM mit dieser Hinhalte-Taktik durchkommt, ist spätestens seit Freitag fraglich. König unmissverständlich: "Der FCM entscheidet, ob er unsere Arbeit für gut befindet. Wenn der Verein meint, dass es sich lohnt zu verlängern, hätte er das im Winter schon machen müssen." Der 39-Jährige unterstrich: "Fußball-Deutschland schläft nicht. Woanders wird auch registriert, dass wir hier ordentliche Arbeit abliefern."

König will wieder Cheftrainer werden


Der A-Lizenz-Inhaber betonte zwar, dass einerseits "in der jetzigen Vorbereitungsphase viel zu tun sei und er sich nun nicht permanent mit Vertragsangelegenheiten beschäftige", dass andererseits ein Trainer aber auch "Planungssicherheit benötige".

Seine Sympathien für Magdeburg verhehlte König indes nicht: "Ich fühle mich unglaublich wohl hier. Andreas Petersen hat zwar in der Endkonsequenz das Sagen, aber hier herrschen flache Hiercharchien. Jeder kann sich einbringen." Und: "Natürlich strebe ich eines Tages wie in Torgelow wieder einen Cheftrainerposten an, aber ich bin noch jung, kann warten."

FCM lässt sich nicht unter Druck setzen


Apropos Torgelow: Auf die Partie gegen seinen Ex-Verein (Sonnabend, 13.30 Uhr, Nebenplatz MDCC-Arena) freut er sich "ein bisschen mehr als auf andere Testgegner, auch weil wir damals nicht im Streit auseinandergegangen sind (König wurde am 18. April 2013 als Cheftrainer entlassen/d. Red.)". Und weiter: "Torgelow hat gute Zeiten im Fußball erlebt, der Aufstieg in die Regionalliga kam aber dann einfach zu spät. Mittlerweile hat der Verein seine Plan-Insolvenz abgeschlossen, ist gerettet und derzeit in der Oberliga gut aufgehoben."

Zurück zur Trainerdiskussion beim FCM. Präsident Peter Fechner zu Königs Aussagen: "Menschlich absolut verständlich, aber wir haben unsere klaren Vorstellungen, lassen uns von niemandem unter Druck setzen und schwören uns jetzt auf die Rückrunde ein."

Aber auch Fechner weiß, dass Unruhe zum gegenwärtigen Zeitpunkt Gift wäre. Kommt nun doch eher Bewegung in den Vertragspoker?