Magdeburg l Wenn Uwe Jungandreas dieser Tage schlecht einschlafen kann, dann hat das weniger mit der Aufregung vor seinem Heimspieldebüt als Interimstrainer des SCM zu tun. Vielmehr drehen sich die Gedanken des 52-Jährigen, der vor der Winterpause ein Remis gegen Balingen und eine Niederlage gegen Flensburg vorzuweisen hat, um das bestmögliche Aufgebot gegen einen "kreuzgefährlichen, angriffsstarken und sehreingespielten Gegner". Und, wohl noch ein wenig mehr, um die verpatzte Generalprobe gegen Minden (26:27) am Freitagabend.

"Na klar macht man sich Gedanken und grübelt, warum das eine oder andere nicht so geklappt hat, wie man das erwartet hatte", so der Trainer, dem vor allem die hohe Quote der Fehlwürfe gegen Minden Sorgen bereitet. 23 waren es an der Zahl, "das sind definitiv zu viele". Und es stellt sich die Frage, warum diese bereits in der Hinserie auffällige "Achillesferse" trotz intensiver Behandlung in der Vorbereitung noch immer schmerzt.

"Wenn ich das wüsste, wären wir noch ein Stück weiter", grübelt Jungandreas. "Fakt ist, wir müssen einfach noch mehr in die Würfe investieren. Denn machen wir uns mal nichts vor: Die Würfe aufs Tor sind doch der entscheidende Faktor, sie sind es, die letztlich über den Ausgang eines Spiels entscheiden. Erst danach kommen Taktik oder Athletik."

Ebenso wichtig ist es, ob der Trainer ein glückliches Händchen beim Aufgebot für Mittwoch hat. Denn sollten die kurzzeitig von einem Infekt heimgesuchten Jure Natek und Fabian van Olphen rechtzeitig fit werden, stünden Jungandreas tatsächlich alle 13 Feldspieler zur Verfügung - ein Novum in der Saison. Da ist guter Rat teuer, wer auf der Bank oder sogar dahinter sitzt.