Samswegen. Leichtgewicht hebt gegen Schwergewicht – auf diese Weise lässt sich das Aufeinandertreffen des zweifachen deutschen Gewichtheber-Mannschaftsmeisters SSV 1884 Samswegen mit Empor Berlin am anschaulichsten beschreiben. Das am Sonnabend um 17 Uhr in der Trainingsstätte der Berliner in der Paul-Heyse-Straße beginnende ungleiche Bundesligaduell beim Aufsteiger ist zugleich der letzte Hinrundenwettkampf der Saison 2010/11.

Ohne die Hauptstädter, deren Saisonbestwert bei 579 Punkten steht, zu unterschätzen, gilt der Heberwettkampf für Samswegens Sportlichen Leiter Wolfgang Weber nur als Durchgangsstation für die bevorstehenden Höhepunkte, die wahren Kraftakte gegen Nordgruppen-Tabellenführer Berliner TSC (12. Februar/H) und den AC Neuhardenberg (26. Februar/A).

700 Punkte peilt Weber an, der am Sonnabend dienstlich verhindert, von Mannschaftsleiter Lutz Witzel vertreten wird.

Nach der Zweijahressperre für den des Dopings überführten Artan Suli (Weber: "Jeder Heber unterschreibt bei uns eine Erklärung, wonach im Dopingfall unser Vertrag mit sofortiger Wirkung null und nichtig ist.") rückt der deutsche Junioren-Vizemeister Florian Altmann in das von Martin Herberg, Markus Krümmer, Thomas Hoog, Steve Wohl und Nico Krüger formierte Sextett auf. Samswegens Ersatzmann ist der im Vorjahr noch an die Berliner ausgeliehene Vierte de deutschen Meisterschaften im Superschwergewicht, Stefan Bruse.

"Alles andere als ein hoher Sieg in Berlin steht für uns nicht zur Debatte", meint auch Samswegens Trainer Günter Schliwka und ergänzt: "Ich erwarte keine Höchstleistungen. Die sollen später gegen den Berliner TSC und Neuhardenberg kommen."

Gesundgemeldet hat sich auch der lange Zeit an den unterschiedlichsten Verletzungen krankende Thomas Hoog, der sich nach Webers Aussage "für seine zuletzt lediglich 108 Punkte rehabilitieren möchte".

Übrigens: Der Bus, der am Sonnabend um 12 Uhr die Fans nach Berlin chauffieren wird, verfügt noch über einige freie Plätze.