Magdeburg l Er ist einer der Magdeburger Urgesteine im Klub (seit 1996), seit Jahren die unumstrittene Nummer eins und ein absoluter Leistungsträger: Matthias Tischer. Klar, dass dem mit Vertrag bis 2016 ausgestatteten 28-Jährigen die Zukunft des FCM besonders am Herzen liegt. Die Trainerdiskussion um Andreas Petersen, der gerne verlängern möchte, während die Vereinsführung den Start in die Rückrunde abwarten will, geht daher auch an Tischer nicht spurlos vorüber.

"Es ist für uns Spieler schwierig, dazu etwas zu sagen. Ein Störfeuer ist es allemal, und natürlich könnte es dazu führen, dass wir abgelenkt werden, was ich nicht hoffe. Verstehen kann ich jedenfalls beide Seiten", erklärte Tischer, ergriff aber eher Partei für den Club. "Uns Spielern wurde im November 2013 mitgeteilt, dass nicht vor März 2014 Entscheidungen fallen, was ich im Übrigen auch ganz normal finde. Oftmals ziehen sich Vertragsgespräche noch viel länger hin. Damit muss ein Fußballer umgehen können", sagte Tischer und geht davon aus, dass dieser Zeitplan auch für den Trainer gelte.

"Petersen sollte Trainer des FCM bleiben"


"Vielleicht war es ein Kommunikationsfehler", vermutete der Keeper, der darauf hinwies, dass die künftige Trainer-Besetzung von elementarer Bedeutung sei: "Der Verein steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Sollte der FCM weiter auf Andreas Petersen setzen, wäre das ein Treuebekenntnis für die nächsten Jahre." Wobei, so Tischer vorausschauend, es letztlich immer um das Wohl des Gesamtvereins ginge: "Wir sind alles Angestellte. Wichtig ist, dass man auch in zehn Jahren mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen und sagen kann, immer das Beste gegeben zu haben."

Dass der Coach aus Frust vorzeitig die Brocken hinwirft, kann sich Tischer indes nicht vorstellen: "Das würde er nicht machen. Dafür sind wir zu einer zu großen Einheit gewachsen." Deswegen glaubt Tischer auch nicht, dass der FCM ähnlich schlecht wie vor einem Jahr aus den Startlöchern kommt: "Die Mannschaft hat sich gefunden, wir sind gefestigter und können mittlerweile auch mit Negativ-erlebnissen besser umgehen."

Heute (19 Uhr, Halberstädter Str. 183) findet in der Sportsbar Zuckerfabrik der erste Fanabend, unter anderem mit Andreas Petersen, statt.