Magdeburg l Noch zwei Einsätze und der zum Saisonende auslaufende Vertrag von Nico Hammann bei Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg verlängert sich automatisch um ein Jahr bis 2015. Den Planungen des 25-jährigen Rechtsverteidigers, der sich in der laufenden Saison sechsmal den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurechtgelegt und ebenso oft das Spielgerät in des Gegners Kasten versenkt hat, käme das entgegen: "Ich fühle mich beim FCM pudelwohl. Das ist für mich Grundvoraussetzung für stabile Leistungen."

Auch wenn der 1,87 Meter große Rotschopf am liebsten mit seinem derzeitigen Verein in die kommende Saison gehen möchte, ist sein mittelfristiges sportliches Ziel ein anderes, höheres. "Ich will irgendwann zurück in den Profifußball", sagte der zweikampfstarke Hammann, der über die Stationen 1860 München, 1. FC Kaiserslautern, Arminia Bielefeld und Hessen Kassel an die Elbe kam. Am liebsten natürlich mit dem FCM, "das wäre super". Zwar gebe es lockere Anfragen anderer Vereine, "etwas Konkretes ist aber nicht dabei".

Erfolgsgeheimnis: Beobachten und Abwarten

Auf die Frage, ob dieser Schritt in diesem Jahr für die Magdeburger drin ist, weicht er aus: "Wir machen unsere Hausaufgaben und bereiten uns darauf vor, da zu sein, wenn Neustrelitz einen Fehler macht." Auch den derzeitigen Dritten, den FC Carl Zeiss Jena, hat Nico Hammann auf der Liste. "Die werden noch ein gehöriges Wort mitreden".

Nervenstärke beim Elfmeterschießen kann man üben, meint der im badenwürttembergischen Eberbach Geborene. "Das mache ich oft nach dem eigentlichen Training." Meist steht Ersatzkeeper Danilo Dersewski im Kasten. Ist kein Torwart greifbar, macht der sechsfache Torschütze aus der Not eine Tugend und schießt auf das leere Tor. "Ich versuche, auch ohne Torwart dahin zu treffen, wohin ich will."

Und im Spiel ist Nico Hammanns Erfolgsgeheimnis ein einfaches: "Ich beobachte den Torwart und warte seine erste Reaktion ab."