Berlin (dpa) l Die Berliner Handball-Füchse wollen trotz großer Ambitionen im EHF- und DHB-Pokal die Bundesliga keinesfalls vernachlässigen. "Ich habe keine Priorität", sagte Trainer Dagur Sigurdsson, der sich nach dem EHF-Cup-Auftaktsieg gegen Chambery sogleich mit dem nächsten Gegner beschäftigte. "Ich habe nur das Derby gegen den SC Magdeburg im Kopf", bemerkte der Isländer. "Wir wissen, dass wir uns steigern müssen und haben auch das Potenzial dazu. Wir werden alles geben, um zu gewinnen."

Auch Berlins Sportkoordinator Volker Zerbe weiß, was die Stunde geschlagen hat: "Gegen Magdeburg ist immer Musik drin. Die Halle ist ausverkauft. Wir werden bis zum Umfallen kämpfen."

Auch Bundestrainer Martin Heuberger wird dem Ostduell am heutigen Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle einen Besuch abstatten. "Die Füchse haben den Heimvorteil, aber auch Magdeburg ist gut gestartet mit einem deutlichen Sieg gegen Hannover", sagte er.

Die Füchse liegen in der Tabelle nur zwei Plätze vor dem ersten deutschen Gewinner der Champions League, haben aber zehn Punkte mehr auf dem Konto. Um im Rennen um die internationalen Startplätze keinen Dämpfer zu erhalten, müssen die Gastgeber vor allem die Defensive stärken. "Mit der Abwehrleistung reicht es nicht gegen Magdeburg", kritisierte Torwart Silvio Heinevetter.

Die Füchse waren am vergangenen Sonntag mit einem 30:27-Sieg gegen Chambery Savoie aus Frankreich in die Gripenphase des EHF-Pokals gestartet. Das Final-Turnier findet am 17. und 18. Mai in der Max-Schmeling-Halle statt.