Vor zwei Jahren war die Sportsoldatin aus Ibach an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Ein Schock, der ihr Leben zunächst veränderte. Doch sie stellte sich der Situation und kehrte nach ihrer Heilung in die Loipe zurück. "Für jeden, der in diese Situation gerät, ist es wichtig, dass der Alltag weitergeht. Sonst kommt man ins Grübeln", erzählte sie in Sotschi

Furios fegte sie bei frühlingshaften Temperaturen im kurzen Rennanzug durch die Loipe. Wegen der Wärme hatte sie, wie ihre chancenlosen Teamkolleginnen Nicole Fessel (23.) und Katrin Zeller (25.), die Ärmel einfach abgeschnitten. "Das war das härteste Rennen, das ich im Leben gelaufen bin. Die Strecke ist gnadenlos hart", sagte Böhler. Sie war in dem Rennen auf tiefem und sulzigem Schnee einen anderen Schliff gelaufen als Fessel und Zeller. "Das war ein Risiko, aber scheinbar hat es funktioniert", stellte Böhler fest.

Am Ende fehlten der Schwarzwälderin 18 Sekunden zur Bronzemedaille, die Therese Johaug aus Norwegen gewann. Silber ging an die Schwedin Charlotte Kalla. Ski-Königin Marit Björgen aus Norwegen ging als Fünfte überraschend leer aus. (dpa)

Bilder