Magdeburg l Zur besten Kaffeezeit am Sonntag wird FCM-Trainer Andreas Petersen womöglich sein Heißgetränk aus einem Plastebecher schlürfen. Denn der 53-Jährige hält sich dann im Berliner Poststadion auf, wo der nächste Punktspielgegner Berliner AK (22. Februar, 13.30 Uhr, MDCC-Arena) im Regionalliga-Nachholspiel Viktoria Berlin empfängt.

Auch der Sonnabend ist für den FCM-Coach und sein Team ein Arbeitstag. Die Dienstreise führt im Wernigeröder Kohlgarten die Regionalligisten FCM und Hessen Kassel gegeneinander. Das Spiel auf Kunstrasen wird um 14 Uhr auf der Sportanlage von Germania Wernigerode angepfiffen.

Exakt eine Woche vor dem Punktspielstart nach der Winterpause steigt die Spannung, wer sich bei den Elbestädtern für die Stammelf empfohlen hat. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Petersen sein bei den bisherigen Testspielen praktiziertes Rotationsprinzip zu den Akten legen. "Die letzten beiden Tests gegen Kassel und die U 23 des VfL Wolfsburg sind noch einmal richtige Knaller.

Mannschaft ist in Top-Form und hochmotiviert

Diese Spiele sollen die Krönung unserer Vorbereitung werden", sagt Petersen, dessen Elf in den bisherigen Winter-Tests vier Siege und ein Remis auf dem Konto hat, "trotzdem ist das alles Makulatur, wenn wir am 22. Februar gegen den Berliner AK nicht drei Punkte holen."

Bis auf den Langzeitverletzten Neumann (Knie) und Reinhard (Muskelzerrung), der aber seit Mittwoch wieder mit dem Lauftraining begonnen hat, kann der Trainer auf seinen kompletten Spielerkader zurückgreifen. "Alle brennen", berichtet Petersen, der es selbst an der Zeit sieht, "eventuell mit der Mannschaft zu beginnen, die das Kerngerüst unserer Formation darstellt".

Variationsmöglichkeiten bleiben dem FCM-Trainerduo viele. Allein im Angriff legt sich der Coach jedoch jetzt bereits fest: "Da sind Christian Beck und Lars Fuchs gesetzt." Steinborn, nach langer Verletzung mit deutlich ansteigender Form, und der in den Testspielen beständige Beil erachtet Petersen als "richtig gut drauf".

Bei den Außenverteidigern dürften Hammann (rechts) und Lange (links) die besten Karten haben. Interessant bleibt die Frage nach der Besetzung der Innenverteidigung, hier stehen Schiller, Nennhuber, Handke und Friebertshäuser bereit, und wie der Coach die Form von Winter-Neuzugang Siefkes bewertet.