Leipzig/Magdeburg l Die deutschen Top-Leichtathleten fahren mit Zuversicht und Selbstvertrauen zur Hallen-WM in Sopot. Bei den deutschen Meisterschaften am Sonnabend und Sonntag in Leipzig zeigten zumindest die großen Namen wie Verena Sailer, David Storl, Christina Schwanitz oder Malte Mohr Leistungen von internationalem Format, die sich bis zum Saisonhöhepunkt vom 7. bis 9. März an der polnischen Ostseeküste noch steigern lassen.

Vom Krankenbett aufs Siegertreppchen war derweil das Motto von Eric Krüger. Ein starkes Finish war für den Viertelmeiler aus Magdeburg der Schlüssel zum Erfolg in Leipzig. In 46,92 Sekunden unterbot er zudem seine vier Jahre alte Hallen-Bestzeit um 16 Hundertstel. Dass Krüger seinen ärgsten Konkurrenten, Miguel Rigau aus Köln (46,98), im Schlussspurt in Schach halten konnte, war erstaunlich, denn die Vorbereitung verlief alles andere als glatt. Aufgrund von muskulären Problemen und Rückenbeschwerden konnte Krüger erst seit drei Wochen wieder richtig trainieren. Zu allem Unglück ereilte ihn zuletzt noch ein Infekt. "Aber meine Eltern hatten VIP-Karten gewonnen, da musste ich mich durchbeißen. So gesehen war das Ergebnis optimal. Mein Trainer Marco Kleinsteuber hatte ein gutes Händchen, mich überhaupt fitzubekommen", freute sich der 25-Jährige.

Minimalziel erreicht, hieß es für Matthias Lindner, der im 60-Meter-Zwischenlauf in 6,74 Sekunden persönliche Bestzeit lief und sich damit als Achter fürs Finale qualifiziert hatte. "Da war allerdings einfach der Ofen aus. Ich hatte kurz vorm Lauf ein paar Krämpfe, die nicht verschwinden wollten", räumte der Sprinter ein.

Einen guten Einstand im SCM-Trikot feierte auch Lars Wesemann. Er hatte ebenfalls mit einer neuen 60-Meter-Bestzeit geliebäugelt und dieses Ziel mit 6,88 Sekunden auch erreichen können.

Den Schlusspunkt setzte die Staffel über 4x200 Meter, die in der Besetzung Lindner, Krüger, Marvin Brandt und Max Zöffzig Sechste wurde (1:26,03 Minuten).