Halberstadt l Nach der 1:2-Niederlage zum Rückrundenauftakt bei Viktoria Berlin macht sich bei Regionalligist Germania Halberstadt Ernüchterung breit. "Wir haben recht ordentlich begonnen, aber einige haben im Verlauf der ersten Halbzeit nicht zu ihrem Spiel gefunden. Wenn du drei, vier Spieler hast, die ihrer Form hinterherlaufen, wird es schwer", blickte Trainer Willi Kronhardt nochmals auf den Freitagabend zurück.

Mehr als ärgerlich für den Coach war auch die Entstehung der Gegentore. Quasi mit Halbzeitpfiff foulte Rico Steinhauer den Berliner Schröder im Strafraum. "Rico darf nicht so dahingehen. Sein Gegenspieler läuft Richtung Seitenlinie", kritisierte Kronhardt. Beim zweiten Gegentreffer monierte der Trainer die mangelnde Aufmerksamkeit. "Da hat sich keiner dagegen gewehrt." Maximilian Watzka, der zuvor schon den Strafstoß verwandelte, durfte sich den Ball zurechtlegen und sich die Ecke aussuchen.

Danach verlegten sich die bis dato noch sieglosen Gastgeber auf das Kontern. Das Aufbäumen der Vorharzer kam zu spät. "Nach dem 2:0 glauben viel zu wenig Spieler, dass es noch funktionieren kann", legte Kronhardt den Finger in die Wunde. "Es ist eine Einstellungssache. Entweder man will Profi sein oder Amateur." Probleme mit der Motivation waren unter anderem auch der Grund, warum Nils Gottschick sich zunächst auf der Bank wiederfand. "Nach sechs Wochen harter Arbeit erwarte ich, dass er die letzten Tage hungrig ist. Das hat mir natürlich nicht gefallen. Dennoch hat er die richtige Antwort gegeben", erklärte Kronhardt.

Eine Rückkehr Gottschicks in die Anfangsformation für das Derby gegen den 1. FC Magdeburg ist durchaus realistisch. Zum Kader werden dann auch wieder die in Berlin gesperrten Philip Schubert und Niels-Peter Mörck gehören. Beide spielten ebenso wie Andereas Naumann und Tobias Meinhardt beim 4:0-Erfolg der Landesliga-Reserve über 90 Minuten.