Magdeburg | Dimtris Polychroniadis hatte es sich am Sonnabend in einem Café in Magdeburg gemütlich gemacht, entspannt resümierte er zum 100:95 (47:52)-Sieg seiner Otto Baskets in der 2. Bundesliga bei Science City Jena am Abend zuvor: "Mich hat meine Mannschaft überzeugt, aber nicht überrascht." Für die Gastgeber war es erst die zweite Saison-niederlage in heimischer Halle, weshalb Polychroniadis schon im Vorfeld vermutet hatte: "Die ganze Bundesrepublik Deutschland erwartet, dass wir dort eine Packung kriegen." Stattdessen gelang Magdeburg eine Sensation, über die Polychroniadis nun herzlich lachen konnte am Telefon. Solche Momente erlebte man mit dem Trainer wirklich selten in dieser Saison.

Fürs harte Training belohnt

Der 44-Jährige ließ sich dann zu keiner konkreten Analyse des Sieges drängen. Er stellte nur klar, dass "wir drei der vier Viertel gewonnen haben", dass "wir ständig rotieren und unsere Foulprobleme überbrücken konnten", und dass "wir uns für das harte Training der vergangenen fünf Wochen belohnt haben". Das Training sei in dieser Zeit intensiver geworden, wo-ran die zwischenzeitlichen Neuverpflichtungen "Leonard Washington und Joel Mondo einen großen Anteil haben", so Polychroniadis. Im Endeffekt "hat in Jena jeder Spieler in jeder Minute seines Einsatzes qualitativ auf hohem Niveau agiert". Deshalb wurden Schwächephasen diesmal auch nicht bestraft.

Die ließen sich nämlich auch diesmal nicht abstellen: So kam der Tabellendritte Jena nach einem 19:27 (10.) zu einem 52:47 zur Pause. Oder Jena kam nach 71:80 (33.) noch zum 87:85 (37.). Aber dann trafen die Baskets wieder besser, gewannen die Rebounds, leisteten sich kaum Ballverluste. Und Mondo war mit 17 Punkten der beste Werfer der Baskets.

Am Freitag kommt Gotha nach Magdeburg (20 Uhr in der Gieselerhalle). Und mit Ausblick auf dieses weitere Spiel im Kampf gegen den Abstieg stellte der Coach nüchtern fest: "Das ist eine Gelegenheit zu punkten." Das war wieder ganz typisch Polychroniadis.