Halberstadt l Die 1:2-Niederlage zum Auftakt der Regionalliga-Rückrunde bei Viktoria Berlin ist bei Germania Halberstadt offenbar nicht gänzlich verarbeitet. Beim Training zu Beginn der Woche herrschte jedenfalls eine spürbar gedrückte Stimmung.

Allein bei den drei Torhütern mit ihrem vorübergehenden Trainer Christian Schweichler war zwischendurch auch mal ein Scherz oder Flachs wahrzunehmen. So lag es wohl auch am Trainingsinhalt, dass Willi Kronhardts Truppe keine Zeit zum Spaßen blieb. Der 45-Jährige ließ das Team spüren, dass er keineswegs einverstanden war mit dem, was in der Hauptstadt gezeigt wurde.

"Die Jungs werden laufen, laufen und nochmals laufen", gab er einen Einblick in die Trainingseinheit. Statt Fußball und Stollenschuhen waren Thera-Band und Laufschuhe gefragt. An diversen Stationen ließ Kronhardt die Kraftausdauer schulen. Der VfB-Trainer scheint in den verbleibenden vier Monaten seiner Amtszeit im Vorharz noch konsequenter durchgreifen zu wollen. "Die Jungs sollen einfach mal kapieren, dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt! Wir haben sechs Wochen lang hart gearbeitet, agieren dann bei Viktoria in einer Art und Weise, die einem Offenbarungseid gleichkommt. Aber die ersten Pflaumen sind immer madig", deutete er womöglich falsche Schlussfolgerungen nach der Trainingsphase zu Beginn des Jahres an.

Gleichzeitig verdeutlicht er unmissverständlich, dass er durchgreifen will und wird: "Wenn die Einstellung nicht passt, wird das der eine oder andere zu spüren bekommen. Der nächste Gegner wird nicht einfacher", richtete Kronhardt den Blick abschließend in Richtung Derby gegen den 1. FC Magdeburg (Sonntag, 13.30 Uhr).