Magdeburg l Leonard Washington und Kevin Schweiger haben die Werbetrommel kräftig gerührt, am Mittwoch sind sie in Magdeburgs Innenstadt auf die Suche nach zusätzlichen Fans gegangen. Jede kräftige Stimme mehr zur Unterstützung im Abstiegskampf kann nicht schaden, auch nicht am heutigen Freitag (20 Uhr, Gieselerhalle), wenn die Otto Baskets auf Gotha treffen - und damit der Tabellen-14. der 2. Basketball-Bundesliga Pro A auf den Tabellenneunten.

Trainer Dimitris Polychroniadis durfte gestern aufatmen. Fast alle angeschlagenen Spieler sind wieder einsatzfähig, selbst der 26-jährige Schweiger hat seine langwierigen Knöchelprobleme überwunden und könnte heute zumindest zu Kurzeinsätzen kommen. Dafür muss der Coach auf Martin Volf (Knie) verzichten. Dennoch bestätigt Polychroniadis: "Die Voraussetzungen für das Spiel sind bestens."

Diese Zuversicht haben ihm nicht zuletzt Larry D. Wright und Joel Mondo gegeben mit ihren Auftritten gegen Jena, als sie gerade in der Schlussphase das sichere Händchen gefunden hatten. Pünktlich zum Endspurt im Abstiegskampf haben die Baskets am nötigen Niveau gewonnen. "Für uns ist jede der letzten sechs Partien ein Finale", stellte Polychroniadis klar.

Vor dem Finale gegen Gotha hat der 44-Jährige zum individuellen Videostudium eingeladen. "Jeder muss wissen, was in der Abwehr seine Aufgabe ist." Im Hinspiel (69:84) war das nämlich zuweilen in Vergessenheit geraten. Damals lag zwar auch die Konzentration auf dem besten Saisonwerfer der Rockets (Chase Griffin/447 Punkte), aber "die anderen Akteure durften dann viel zu viel machen". Das soll diesmal verhindert werden. Und wenngleich "wir unseren Heimvorteil nutzen wollen", warnte Polychronidis davor, den Sieg gegen Jena als Schablone über den Rest der Saison zu legen: "Gotha kann mit einem Erfolg bei uns auf die Play-Off-Plätze vorrücken. Das Team kommt sicher nicht nach Magdeburg, um zu verlieren."