Magdeburg l Grund für den eher verhaltenen Jubel beim Tabellenzweiten war das Ergebnis aus Neustrelitz, wo der Spitzenreiter in allerletzter Minute noch 3:2 gegen Meuselwitz gewonnen hatte. Routinier Lars Fuchs sprach das aus, was viele dachten: "Wahnsinn! Da führt Meuselwitz schon 2:0, und kurz vor Schluss schießt Neustrelitz doch noch das Siegtor zum 3:2. Es wäre schon schön gewesen, wenn wir den Rückstand zumindest auf fünf Punkte hätten verkürzen können."

So aber liegt das Team aus Mecklenburg-Vorpommern weiterhin sieben Zähler vor dem FCM, und bis Saisonende sind es "nur" noch zwölf Spiele.

Apropos Fuchs: Der 31-Jährige musste nach einem Foul von Rico Steinhauer am Hinterkopf genäht werden (14.), kehrte mit blauem Turban zunächst aufs Feld zurück, blieb dann aber zur Pause draußen. "Es ging einfach nicht mehr, weil mir schwindelig geworden war", so Fuchs, der es unnötig fand, dass er mit einer Trage vom Platz gebracht wurde: "Das war sicher gut gemeint, aber ich habe extra gesagt, dass es so schlimm nicht ist und ich alleine vom Feld gehen kann. Na ja, was soll`s ..."

Auch Torhüter Matthias Tischer, der zweimal in höchster Not gerettet hatte (Gottschick/19. und Bolivard/70.), richtete den Blick in Richtung Tabellenspitze: "Klar, hätten wir uns gefreut, wenn es in Neustrelitz zumindest beim 2:2 geblieben wäre, aber man sollte sich keine Gedanken über Dinge machen, die man ohnehin nicht beeinflussen kann."

Trainer Andreas Petersen blickte zunächst auf seine Mannschaft ("Zwei Spiele - sechs Punkte. Wir können mit dem Auftaktprogramm mehr als zufrieden sein, halten den Ball aber weiter flach"), um dann ebenfalls den Tabellenstand anzusprechen und daraus neue Hoffnung zu schöpfen: "Neustrelitz gewinnt mit Hängen und Würgen, Jena verliert sogar. Das ist erneut ein Zeichen dafür, dass es immer zu Überraschungen kommen kann." Der 53-Jährige weiter: "Was uns betrifft, bleibt es dabei, dass wir nur noch Endspiele haben."