Halberstadt l Den Wechsel von FCM-Trainer Andreas Petersen als Sportdirektor zurück zu seinem ehemaligen Verein will Germania-Präsident Olaf Herbst vorsichtshalber nicht kommentieren: "Wir stellen am Mittwoch neben unserem neuen Trainer Achim Hollerieth den neuen sportlichen Leiter vor. Den Namen werden Sie von mir bis dahin nicht erfahren."

Am Montag nun wurde aus zuverlässiger Quelle bekannt, wer künftig die sportlichen Geschicke bei den Vorharzern leiten soll: Stephan Grabinski. Der Ex-Trainer von Verbandsligist Haldensleber SC, seit Saisonbeginn in Diensten vom Landesliga-Spitzenreiter FSV Barleben, soll am morgigen Mittwoch auf der Germania-Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bedeckt zu dieser neuen Personalie hielten sich gestern Herbst wie auch Barlebens Vereinsvorsitzender Ingolf Nitschke. Allerdings wurde Grabinski am Sonntag beim Derby Germania gegen den 1. FC Magdeburg im Halberstädter Friedensstadion gesehen.

Abgesehen vom Ergebnis, das 0:1 war immerhin die vierte Heimniederlage in dieser Spielserie, kann die Vereinsführung des VfB Germania Halberstadt zufrieden nach dem Derby gegen den 1. FC Magdeburg sein. Die knapp 3400 Zuschauer spülten mal wieder Geld in die nicht prall gefüllte Kasse.

Entsprechend war Präsident Olaf Herbst trotz der Niederlage halbwegs gut gelaunt: "Wenn so viele Zuschauer kommen und das Derby zu einem friedlichen Höhepunkt machen, ist das doch toll."

Für den optimalen Ablauf neben und auf dem Platz gab es im Nachhinein auch Lob von der Polizei und dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV). Sportlich hat das Vereinsoberhaupt bei der Germania ein Angriffsproblem erkannt, das sich "durch die gesamte Saison zieht. Wir spielen gefällig, lassen den Ball laufen und bauen die Angriffe ordentlich auf. Der Haken: Am Ende treffen wir das Tor nicht."

Laut Herbst hat die Elf jedoch gezeigt, dass man gegen ein Topteam mithalten könne. "Jetzt wollen wir möglichst viele Punkte holen, um die Saison mit einem guten Mittelfeldplatz zu beenden - mehr wird wohl nicht mehr drin sein."

Unterdessen wanderte beim VfB Germania die Kapitänsbinde ein weiteres Mal. Nachdem im ersten Rückrundenspiel bei Viktoria Berlin Florian Büchler den gesperrten Niels-Peter Mörck als "Chef" vertrat, führte der Innenverteidiger auch gegen den 1. FCM die Mannschaft auf den Rasen. Mörck selbst blieb unauffällig und wurde nach einer Stunde ausgewechselt. Neu-Kapitän Büchler zeigte nicht zum ersten Mal, dass er als gelernter Stürmer im Innenblock sehr wertvoll sein kann. "Es läuft ganz gut, die Abstimmung mit Rico Steinhauer funktioniert", so der 25-Jährige, "jetzt müssen nur noch die Ergebnisse passen."