Essen l "Körperlich waren wir da, wir sind auch gelaufen, nur kämpfen geht anders": Dimitris Polychroniadis klang auch einen Tag nach der Niederlage seiner Otto Baskets traurig bis frustriert. Die Magdeburger haben am Samstagabend zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf der 2. Bundesliga durch die 63:89 (30:44)-Niederlage bei Wohnbau Essen verpasst. Der Coach weiß zwar, dass sein Team am kommenden Sonnabend gegen Nürnberg (19 Uhr, Gieselerhalle) wieder "seine beste Leistung zeigen kann". Aber dann nur mit der Maßgabe, die für Essen nicht galt: "Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen."

Polychroniadis sprach von einer "desoltaten Leistung". Er resümierte zudem: "Es gibt keine Statistik, von der wir sagen können: Da waren wir gut." Freiwürfe: nur 17 von 31 möglichen Punkten. Zweier: 14 zählbare aus 39 Versuchen. Dreier: sechs aus 25 getroffen. Nur drei Assists sprechen gegen einen fehlenden Rhythmus, gegen gedankliche Schnelle, gegen ein glückliches Händchen. Polychroniadis sah vor allem das Pech der Aufbauspieler Lamar Morinia und Terry Tzakopoulos an diesem Abend. Vielleicht fehlte den Baskets zudem ein Edward Seward, der wegen eines Trauerfalls in der Familie kurzfristig in die USA gereist war. Der Coach wollte sich jedoch nicht in Ausreden flüchten. "Mit dieser Einstellung", lautete sein Fazit, "werden wir nicht in der Pro A bleiben." Sein Plan: "Nach vorne schauen und sich genauso auf das nächste Spiel vorbereiten wie bisher."

Essen: Alexander 21, Kapelan 14, Carney 2, Buljevic 22, Jahn 1, Gebhardt, Hackenesch 2, Franke 10, Klöß, Young 4, Fakuade 7, Christen 6
Otto Baskets: Wright 10, Schweiger, Maynard, Washington 21, Mondo 7, Drägert 1, Meyer, 1, Woods 7, Tzakopoulos 6, Morinia 10