Magdeburg l 2:07,74 Minuten - diese Zeit war das Thema bei der 24. Schwimmveranstaltung um den Gothaer Pokal am Wochenende in der Magdeburger Elbehalle. Nur Franziska Hentke selbst war ob ihrer neuen Bestleistung über 200 Meter Schmetterling zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison "einfach sprachlos", sagte sie. "Nicht mal im Traum haben wir damit gerechnet", erklärte indes ihr SCM-Trainer Bernd Berkhahn. Hentke gewann damit den Pokal (931 Punkte). Der Potsdamer Yannick Lebherz holte sich mit 876 Zählern über 400 Meter Lagen (4:14,84 Minuten) die Trophäe bei den Männern.

Berkhahn konnte sich überhaupt über die Leistung seiner Mädels freuen, die zu 13 Siegen schwammen. Neben Hentke (4) sicherten Johanna Friedrich (3), Daria Berestov (2), Finnia Wunram (2), Julia Thiemann und Laura Kelsch (jeweils 1) die Erfolge. Friedrich überzeugte dabei trotz ihres krankheitsbedingten Ausfalls in der Vorbereitung und gewann über 100, 200 und 400 Meter Freistil. Die Männer blieben zwar ohne Sieg, erreichten aber durch Poul Zellmann, Christian Hagen, Paul Nitschke, Thore Bermel, Marcel Nagy und Fabian Sadowski Podestplätze.

Besonders erstaunt war der 43-jährige Berkhahn vor allem über seine Schmetterlings-Spezialistin, die ein Achtungszeichen an die europäische Konkurrenz sandte: Aktuell liegt sie nun auf Rang drei der Weltrangliste. "Irgendwas müssen wir richtig gemacht haben", sagte Berkhahn lächelnd zu Hentkes Coup - nicht nur im Ausdauerbereich, sondern auch in der Technik. "Seit meinem letzten Start auf der Langbahn bei der WM in Barcelona ist ein halbes Jahr vergangen, umso schöner ist es, wenn ein Fortschritt zu erkennen ist", erklärte die 24-Jährige.

Ihre Zeit weckt auch Erwartungen. Den deutschen Rekord hält seit 2009 Annika Mehlhorn mit 2:06,45 Minuten. "Ich bin kein Mensch, der sich Zielzeiten setzt", sagte Hentke jedoch. "Mein Ziel bleibt nach wie vor eine Medaille bei der Europameisterschaft in Berlin."