Halberstadt l Auch 24 Stunden nach dem wertvollen 0:0 bei der U23 von Hertha BSC stellte Willi Kronhardt, Trainer des Fußball- Regionalligisten Germania Halberstadt, die gute Teamleistung seiner Elf in den Mittelpunkt. "Alle haben über 90 Minuten stark gearbeitet. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit einige Akzente nach vorne gesetzt und hinten kaum etwas zugelassen. Auch bei Standards sind wir geordnet aufgetreten."

Laut Kronhardt war es ein Vergleich "Technik gegen Taktik", bei dem seine Elf Letzteres vorbildlich verinnerlicht hatte. "Die Vorgabe ist aufgegangen: Wir haben gegen ein spielerisch sehr gutes Team komplett das Zentrum zugestellt und diszipliniert aufgebaut." Einziger Wermutstropfen: Germania fehlen die Tore. In den vier Rückrundenpartien fielen erst zwei. Der 45-Jährige geht dieses Problem zuversichtlich an, "wenn wir so als Kollektiv weiter agieren, werden die Erfolgserlebnisse in Form von Treffern auch folgen und das notwendige Quäntchen Glück dazukommen".

In Berlin hatte sich der VfB-Trainer zudem eine Option für die zweite Halbzeit offengelassen. Maik Georgi, der sich nach dem letzten Heimspiel mit einer Erkältung herumplagte, sollte als schneller Dribbler für einige Überraschungsmomente sorgen. "Durch den Schnupfen hatte ich ein bisschen an Kraft verloren", so der pfeilschnelle Außenspieler, "deshalb war klar, dass mich der Trainer erst im zweiten Durchgang bringen würde. So konnte ich noch für die eine oder andere Aktion sorgen." Auch der 25-Jährige bescheinigte seinen Kollegen eine gute Vorstellung, vermisst aber in den letzten Wochen das Glück: "Gegen eine spielstarke Mannschaft haben wir sehr gut mitgehalten. Treten wir bei den kommenden Gegnern so auf wie bei der Hertha, können wir in der Tabelle sicher wieder nach oben schauen."