Magdeburg l Die offene Kritik von Trainer Andreas Petersen an FCM-Präsidiumsmitglied Mario Kallnik wegen dessen urlaubsbedingten Fehlens am vergangenen Wochenende beim Spiel gegen Union Berlin II (Volksstimme berichtete) bleibt nicht unwidersprochen. Noch am Montagabend hatte FCM-Chef Peter Fechner eine "interne Behandlung" des sensiblen Themas angemahnt und eine kurzfristige Reaktion des Präsidiums gegenüber dem Angestellten des Vereins und Cheftrainer in Aussicht gestellt.

Dienstagmittag verdichteten sich die Anzeichen, dass die FCM-Führungsetage gegenüber Petersen gehandelt hat.

Vizepräsident Hagen Hoffmann bestätigte mit den Worten "ja, wir haben reagiert und etwas in die Wege geleitet", dass das Präsidium ganz offensichtlich dem Trainer einen Denkzettel verabreicht hat.

Details wollte Hoffmann nicht nennen, der promovierte Jurist sprach aber von zwei "längeren Telefonaten" am Montag und am Dienstagvormittag mit Mario Kallnik, einer "gemeinsamen Entscheidung" des dreiköpfigen FCM-Präsidiums und sagte dann: "Wir möchten keine Schlammschlacht und vermeiden es tunlichst, Meinungsverschiedenheiten in der Öffentlichkeit auszutragen. Es handelt sich um interne Dinge, die wir intern regeln."

Das wiederum öffnet Spekulationen Tür und Tor. Möglich wäre ein Verweis oder eine Abmahnung für Petersen.

FCM-Kapitän Marius Sowislo zeigte sich gestern sichtlich genervt ob der anhaltenden Diskussion um Andreas Petersen: "Das geht schon die ganze Saison so und gehört inzwischen fast zum Alltag bei uns. Wir Spieler beschäftigen uns aber nicht damit. Wir haben unsere Aufgabe auf dem Platz zu erfüllen. Wenn wir uns mit allen Nebengeräuschen beschäftigen würden, kämen wir gar nicht zum Fußballspielen."

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