Magdeburg l Die Otto Baskets aus Magdeburg haben am Sonnabend ihr Heimspiel in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gegen "rent4office" Nürnberg unglücklich mit 72:73 (32:37) verloren und stecken drei Spieltage vor dem Saisonende als Tabellen-14. wieder tiefer den je im Abstiegskampf. Vor 613 Zuschauern zeigte die Mannschaft von Trainer Dimitris Polychroniadis einen großen Kampf und verlor erst durch einen umstrittenen Freiwurf in der Schlusssekunde. Der Liga-Neuling aus Magdeburg, für den Jeramie Woods mit 18 Punkten erfolgreichster Werfer war, legte Protest gegen die Spielwertung ein.

Die Magdeburger kamen sehr schwer in das Spiel und kassierten fast ununterbrochen Fouls. Erst im zweiten Viertel fingen sich die Gastgeber und erzielten gegen den Tabellensechsten bei einem Freiwurfverhältnis von 2:21 Gleichwertigkeit und verkürzten den Rückstand bis zur Pause auf 32:37.

Über die Stationen 36:37 (23.), 42:40 (25.), 56:46 (30.) führten die Ottos Baskets vor dem letzten Viertel plötzlich mit 58:49, kassierten aber mit dem Schlusssignal einen vermeidbaren Dreier. Nürnberg wurde wieder stärker und holte Punkt um Punkt auf. Fünf Minuten vor dem Ende ging Nürnberg mit 65:62 in Führung. Drew Maynard sorgte per Tipp-in für den 72:72-Ausgleich. Dann kam es zum bitteren Ende für die Otto Baskets: Die Schiedsrichter entschieden auf Foul, obwohl die Uhr nach Ansicht der Magdeburger bereits abgelaufen war - deshalb legte der Liga-Neuling unmittelbar nach dem Spielende Protest ein. Ahmad Smith verwandelte seinen Freiwurf zum 73:72-Sieg für Nürnberg. Manager Peter Bogel zeigte sich sich nach kurzer Schockphase kämpferisch: "Die Otto Baskets leben, wir werden unbedingt versuchen die letzten drei Spiele zu gewinnen." Nächsten Samstag müssen die Magdeburger zu Rekordmeister Gießen.

Otto Baskets Magdeburg: Larry Wright (7 Punkte), Schweiger (2), Maynard (14), Washington (2), Mondo (4), Drägert (4), Meyer (2), Woods (18), Tzakopoulos(9), Morinia (6) und Seward (4)