Halberstadt l Seit Rückrundenbeginn steht Germania-Trainer Willi Kronhardt mit Christian Schweichler ein Torwarttrainer zur Seite. Eher zufällig kam es zur Zusammenarbeit.

"Wir kennen uns aus der gemeinsamen Zeit in Afrika", erinnert sich der 35-Jährige. Unter Weltenbummler Michael Krüger, der auch schon Eintracht Braunschweig und Alemannia Aachen trainiert hat, waren beide Assistenztrainer im Sudan. Gemeinsam spielte man als nationaler Meister und Pokalsieger in der afrikanischen Champions League.

Einige tausend Kilometer weiter nördlich hilft Schweichler nun im Vorharz aus. Nach eigenen Angaben ohne Gehalt. "Ich unterstütze Willi - das ist ein rein freundschaftlicher Dienst, weil er mich darum gebeten hat." Für Schweichler, der im Gespann mit Cheftrainer Theo Bücker schon die libanesische Nationalmannschaft und in Saudi-Arabien engagiert war, jetzt aber ohne Verein ist, bleibt Halberstadt daher wohl nur eine kurze Zwischenstation. "Wenn das Telefon klingelt und Theo ein Vertragsangebot vorliegen hat, gehe ich sicher wieder mit ihm auf Reise", so der gebürtige Mühlheimer, "so ist das eben im Fußball".

Schweichler selbst spielte als 17-Jähriger in der Oberliga, studierte später Sportwissenschaften in Bochum und Köln und wusste früh, was er wollte. "Schon parallel zum Studium habe ich mich mit einer Sportschule selbstständig gemacht, um in dem Berufsfeld zu arbeiten, was mich später erwartet." Mit Anfang 20 nahm er den ersten Trainerjob an, inzwischen ist er trotz seiner erst 35 Lebensjahre schon erfahren in seinem Metier. Mit Kronhardt, seinem "Chef" auf Zeit, teilt er die Trainingsphilosophie. "Wir ticken äh+nlich". Kronhardt attestiert er eine akribische Arbeitsweise, "ich kenne keinen, der sich so detailliert vorbereitet".