Magdeburg l Bisher lautete der Fahrplan: Ende März/Anfang April wird sich der 1. FC Magdeburg zur Zukunft von Trainer Andreas Petersen äußern, dessen Zwei-Jahres-Vertrag im Sommer ausläuft. Nun ist doch schneller Bewegung in die Klärung einer der wichtigsten Personalien des ambitionierten Fußball-Viertligisten gekommen. Bereits am heutigen Mittwoch wird der Tabellenzweite der Regionalliga Nordost sich in einer Pressekonferenz "zur zukünftigen sportlichen Ausrichtung des Vereins" äußern. Um 22.11 Uhr am Dienstag erfolgte die Einladung zu einer Pressekonferenz.

Trotz der sportlichen Entwicklung unter Andreas Petersen - in der Vorsaison holte er mit der Mannschaft den Landespokal, derzeit steht der FCM mit sieben Punkten Rückstand hinter der TSG Neustrelitz auf dem zweiten Tabellenplatz - scheint eine Trennung zwischen beiden Seiten wahrscheinlich. Sportchef Mario Kallnik war am Rande des 4:1-Erfolges beim FC Carl Zeiss Jena nicht müde geworden zu betonen, dass der FCM "eine zukunftsträchtige Entscheidung" fällen werde. Das dies zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Petersen führt, gilt als eher unwahrscheinlich. Dem 53-Jährigen fehlt die notwendige Lizenz für die angestrebte 3. Liga. Zudem hatte Petersen immer wieder für Verstimmungen mit ungeschickten Auftritten neben dem Platz gesorgt. Erst vor wenigen Tagen setzte es nach öffentlicher Kritik an Sportchef Mario Kallnik offenbar eine Abmahung - trotzdem legte Petersen im Fernsehen sogar nach.

Kallnik betonte deshalb in Jena, dass neben der sportlichen Sitaution die persönliche Entwicklung des Trainers geprüft werde. "Hier haben wir klare Leitlinien, an die wir uns halten", betonte Kallnik. Eine Trennung scheint also wahrscheinlich. Und mit Pavel Dotchev, Petrik Sander oder Gerd Schädlich werden auch schon potentielle Nachfolger gehandelt.