Magdeburg l Die eine Trainerfrage ist gelöst, die nächste Trainerfrage damit beim ambitionierten Regionalligisten 1. FC Magdeburg aufgeworfen: Nach der Demission von Andreas Petersen zum Saisonende (auslaufender Vertrag wird nicht verlängert) wird nun heftig über den Nachfolger des 53-Jährigen spekuliert. Klar ist: Der FCM sucht einen Fußball-Lehrer - der ist für die angestrebte 3. Liga notwendig. Daneben soll der neue Coach möglichst jung, dynamisch und entwicklungsfähig sein. Das Kandidaten-Karussell hat bereits volle Fahrt aufgenommen:

Pavel Dotchev

Der 48-jährige Bulgare (u.a. Rot-Weiß Erfurt, SC Paderborn, Preußen Münster) ist laut Fachmagazin "kicker" der Top-Favorit und soll sich bereits zu einem ersten Gespräch mit FCM-Sportchef Mario Kallnik getroffen haben. Auch bei den Spielen des FCM wurde Dotchev zuletzt schon öfter als Beobachter auf der Tribüne entdeckt.

Jens Härtel

Der 44-Jährige steht laut "kicker" ebenfalls auf dem Zettel von Kallnik. Härtel etablierte den Berliner AK, ehe er 2013 zu RB Leipzig wechselte und dort die U-19-Mannschaft übernahm. Der Fußball-Lehrer hat aber noch Vertrag bis 2015 und wäre momentan nicht frei.

René Rydlewicz

Der langjährige Bundesliga-Profi (278 Spiele für Bayer Leverkusen, Armina Bielefeld und Hansa Rostock) steht bei der "Bild" hoch im Kurs. In dieser Woche hat der 40-Jährige seine Fußball-Lehrer-Ausbildung mit der mündlichen Prüfung abgeschlossen. Zuletzt avancierte der ehemalige Jugend-Chef beim FC Energie Cottbus an der Seite von Trainer Jörg Böhme zum zweiten starken Mann in der Lausitz.

Petrik Sander

Der 53-Jährige kennt sich aus von der ersten bis zur vierten Liga, arbeitete für Energie Cottbus in der Bundesliga, zuletzt für den FC Carl Zeiss Jena in der Regionalliga. Wie Petersen kommt er aus Quedlinburg und kennt auch Kallnik gut. Zurzeit ist Sander frei, soll aber auch in Cottbus für einen möglichen Neuaufbau nach einem Abstieg in die 3. Liga im Gepräch sein. Charakterlich wäre Sander das gesuchte Gegenstück zu Petersen.

Und was sagt Mario Kallnik? "Es gibt noch keine Kandidaten. Wir wissen, was wir wollen und was wir nicht wollen."