Halberstadt l Für Achim Hollerieth, seit Mittwoch Trainer des Regionalligisten VfB Germania Halberstadt, ist der frühzeitige Amtsantritt so etwas wie der Sprung ins kalte Wasser. Zwar hat er die Mannschaft inzwischen zwei, drei Mal spielen sehen und ebenso oft trainiert, wurde ihm das Vereinsgelände und das umliegende Freizeit- und Sportzentrum vorgestellt, dennoch gilt es für den 40-Jährigen quasi aus dem Kalten heraus mit Vollgas zu fahren. Immerhin geht es darum, die Germania zum ersten Sieg in der Rückrunde zu führen, um nicht noch weiter in der Tabelle abzurutschen.

Mit dem VfB Auerbach stellt sich zur Hollerieth-Premiere das Team der Stunde vor. Von den sechs Rückrundenbegegnungen haben die Vogtländer fünf gewonnen. Nur der FCM ist aufgrund der Tordifferenz noch besser in der zweiten Halbserie unterwegs.

Die Auerbacher haben schon jetzt mehr Zähler gesammelt, als in der gesamten Hinrunde. Damit ist der drohende Abstieg, der zu Winterbeginn ein Thema bei den Gästen war, in weite Ferne gerutscht. In Halberstadt ist die aktuelle Bilanz weniger freundlich: Ganze zwei Zähler stehen da seit dem 8. Dezember auf der Habenseite.

Startaufstellung bei Germania wird nicht geändert

Für den Neuanfang soll am Sonntag ab 13.30 Uhr (Friedensstadion) Achim Hollerieth sorgen. Der Trainer macht jedoch klar, dass er "in der kurzen Zeit, nicht alles über den Haufen wirft". Mit kleinen taktischen Ausrichtungen, bei denen die Laufwege abgestimmt wurden, legte er Wert auf intensives Training. Dabei machte er sich zunächst ein Bild von allen zum Kader gehörenden Fußballern. Mit Max Worbs und Kevin Neef gehörten hier zwei Spieler dazu, die unter Vorgänger Willi Kronhardt aussortiert wurden. "Für mich zählen die rein sportlichen Gesichtspunkte", so Hollerieth.

Mit Rücksicht auf den Zeitfaktor wird der neue Trainer auch kaum Änderungen in der Startaufstellung vornehmen. "Ich fand, dass das Team bei Lok Leipzig in der Defensive sehr gut gestanden hat. Es ist in diesem Fall wenig förderlich, Bestehendes umzuwerfen." Dem guten Lauf der Auerbacher begegnet er selbstbewusst: "Wir wollen der Partie den Stempel aufdrücken - der Gegner soll sich in unserem Stadion nach uns richten!"

Indes rührt Geschäftsführer Christian Mokosch die Werbetrommel, bittet um Unterstützung beim "Neustart": "Wir hoffen auf viele Zuschauer zum Debüt von Achim Hollerieth."