Egeln/Wernigerode l Einen eminent wichtigen Sieg hat der HV Wernigerode in der Sachsen-Anhalt-Liga eingefahren. Beim heimstarken SV Germania Borne setzte sich der HVW in einer über 60 Minuten souveränen Leistung mit 25:23 durch.

Die Zuschauer sahen einen ziemlich zerfahrenen und hektischen Start. Nach dem 3:3 (10.) kamen die Gäste immer besser in die Begegnung. Über das 7:3 hielt das Team von Trainer Björn Ahlsleben einen stetigen Vorsprung von bis zu fünf Treffern (13:8). Die deutliche 15:9-Führung zur Pause sprach eine klare, so aber nicht unbedingt erwartete Sprache: Wernigerode stand defensiv mit seinem starken Torhüter Andreas Wisotky sehr gut, ließ nur neun Treffer zu, und zeigte gleichzeitig im Angriff eine couragierte und souveräne Leistung. "Erinnert euch an das Dessau-Spiel, gebt Obacht", weckte Ahlsleben zur Pause den Ehrgeiz seiner Sieben. Damals hatte der HVW nach 30 Minuten auch mit sechs Toren geführt, um am Ende mit sechs Treffern zu verlieren.

Mit Wiederanpfiff wurde die ohnehin robust geführte Partie hitziger. Bis zur 45. Minute ließ sich der HVW aber nicht aus dem Konzept bringen. Einweiter gut aufgelegter Wisotzky (45 Prozent gehaltene Bälle) und Treffer nach Kontern sorgten für das 16:10 und 22:18. Dann ließ sich der Gast doch von der Härte des SVG einschüchtern. "Das war wirklich eine überharte Gangart", kommentierte Ahlsleben. Borne sah im Verlauf zwei Rote Karten, dazu musste ein Spieler für vier Minuten vom Feld. Mit zu viel Respekt geriet der HVW ins Straucheln, fiel aber nicht. Zimmermann parierte in der engen Phase einen Strafwurf, vorne sorgten Nierlein und Stecker für die wichtigen Treffer. Trotz der zwei Zähler gegen den Abstieg, Ahlsleben "traut dem Braten noch nicht. Wichtig ist, das wir jetzt gegen Wittenberg gewinnen".

HV Wernigerode: Zimmermann, Wisotzky - Nierlein (3), Karau (1), Sackmann, Hoffmann (3), Stecker (10), Weist (4), Völkel, Eicken (4);

Strafwürfe: Borne 5/3, HVW 6/5; Zeitstrafen: Borne 4, 2 Disqualifiaktionen (24., 52.), HVW: 4.