Magdeburg l Jetzt kommt es ganz dicke für den 1. FC Magdeburg. Nicht nur, dass Trainer Andreas Petersen nach dem Feldverweis für Felix Schiller wegen dessen "Hautkontakt" mit Schiedsrichter Michael Wilske auf Grund der zu erwartenden Strafe wohl für mehrere Wochen ausfallen wird - Christopher Handke und René Lange sahen in Neustrelitz jeweils zum fünften Mal Gelb. Damit muss sich Petersen für die Partie am Sonntag (13.30 Uhr, MDCC-Arena) gegen den VFC Plauen nun ernsthafte Gedanken um die komplette Innenverteidigung und die linke Abwehrseite machen.

Felix Schiller war der tragische Held der Partie im Neustrelitzer Parkstadion. Der Abwehrhüne war nämlich bei allen drei Treffern des Spiels in "Tatortnähe". Als Christian Beck das 1:0 für den FCM markierte, hätte der weit aufgerückte Schiller beinahe selbst dessen Part übernommen.

Strafe für Schiller wird erst nächste Woche festgelegt


Bei Ecken und Standards war Schiller, der einen riesigen Laufaufwand betrieben hatte, stets in der gegnerischen Gefahrenzone. Auch seinen unmittelbaren Gegenspieler Velimir Jovanovic hatte der 24-Jährige meist im Griff - bis auf die zwei für das Spiel entscheidende Situationen, als dieser ausglich und als der Ex-Magdeburger den kleinen Tony Fuchs mit einem Musterpass bediente, den der Neustrelitzer zum Siegtreffer nutzte.

Der Sonderbericht des Referees lag bis Montagnachmittag noch nicht beim Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) vor. Nach Eintreffen des Wilske-Schriftstückes hat dann der betroffene Spieler und sein Verein, der FCM, innerhalb von drei Tagen die Möglichkeit einer Stellungnahme zum Geschehen.

NOFV-Sportgerichts-Sekretär Reiner Jordan (Werder/Havel) sagte am Montag: "Der zuständige Sportrichter wird wahrscheinlich nach Auswertung der Fernsehbilder in der kommenden Woche das Strafmaß festlegen."