Halberstadt l Trotz der vierten Heimniederlage nacheinander, nach dem 1:3 gegen den VfB Auerbach, waren sich Anhang und Verantwortliche beim Fußball-Regionalligisten Germania Halberstadt einig: Der Verein ist auf dem richtigen Weg.

Spürbar geknickt wirkte nach dem Abpfiff Präsident Olaf Herbst, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass sein Team bis auf den drittletzten Tabellenplatz abrutschte: "Wie schon in Leipzig war eine andere Mannschaft auf dem Platz, es herrschte ein anderer Schwung. Doch der Abstiegsstrich kommt näher, wir müssen aufpassen!"

Auerbach lässt Germania "am Leben"

Im Spiel gegen die Vogtländer hatte Gastgeber Halberstadt druckvoll begonnen, Neu-Trainer Achim Hollerieth dazu: "Wir wussten, dass Auerbach eine lange Anreise in den Knochen hatte, wollten daher die Startphase nutzen, um die Gäste unter Druck zu setzen. Das 1:0 gelang uns aber nicht."

Auch Gästetrainer Andreas Richter erkannte die offensive Spielweise der Vorharzer an. "Die ersten zehn Minuten haben wir gut überstanden und zum Glück nicht den Rückstand kassiert. Nach dem 2:0 hatten wir die Begegnung im Griff, stellen danach allerdings das Fußballspielen ein und ließen Germania damit am Leben. Erst in der Nachspielzeit gelang die Entscheidung".

Hollerieth bemängelte die Einstellung seiner Elf nach den Gegentreffern. "Nach dem 0:1 gingen die Köpfe nach unten, nach dem 0:2 waren sie so weit unten, da habe ich keinen Hals mehr gesehen."

Schubert ist die Kapitänsbinde "nicht mehr wichtig"

Auch Philip Schubert, der gegen Auerbach das Team für den verletzten Niels-Peter Mörck als Kapitän auf den Rasen führte, betonte dass die Mannschaft ein positives Feedback von den Zuschauern bekommen hatte. Die ersten Gegentreffer ordnete er selbstkritisch ein: "Da stellen wir uns selten dämlich an, der gute Start war so umgehend verpufft. Am Ende versuchen wir alles, da war es auch egal, ob wir 1:2 oder 1:3 verlieren."

Angesprochen auf die "Binde", die in dieser Serie bekanntlich einige Male in den Germania-Reihen wechselte, reagierte der 26-Jährige etwas entnervt: "Mittlerweile ist es mir nicht mehr wichtig, wer Kapitän ist. Ich kann auch ohne Binde vorweg gehen. Ich nehme das Amt aber gerne mit."