Magdeburg l Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg will Danny König, Co-Trainer vom scheidenden Cheftrainer Andreas Petersen, trotz auslaufenden Vertrages über das Saisonende hinaus im Verein halten. Das bestätigte am Mittwoch der Volksstimme Sportchef Mario Kallnik. Offen sei die zukünftige Rolle von König.

Kallnik möchte dem neuen Cheftrainer und Petersen-Nachfolger einen der vier hauptamtlichen Trainer im Verein an die Seite stellen. Neben König sind dies zurzeit Mario Middendorf (FCM II), Ronny Thielemann (U 19) und Marco Kurth (U 17). Kallnik: "Wir haben im Verein gute Trainer. Deswegen ist unsere erste Option, dass der neue Cheftrainer einen dieser Vier an seine Seite bekommt." Schließlich sei es in der vierten Liga nicht alltäglich, dass die Regionalliga-Elf mit zwei hauptamtlichen Trainern ausgestattet ist.

König, der im Sommer 2013 aus Torgelow zum FCM gewechselt war und der während einer Sperre für Andreas Petersen im Herbst die Mannschaft in den Punktspielen erfolgreich betreut hatte, berichtet von "losen Gesprächen mit Mario Kallnik ohne tiefen Inhalt, allerdings mit der klaren Aussage, dass er mit meiner Arbeit beim FCM sehr zufrieden ist".

König hofft auf eigene FCM-Zukunft

König habe Verständnis dafür, dass zuvor die Trainerfrage geklärt werden müsse, ehe sich der Verein dem künftigen Co-Trainer widmet, unterstrich aber mit Nachdruck: "Mein erster Ansprechpartner ist und bleibt der FCM. Ich hoffe, Mario Kallnik kommt möglichst zeitnah auf mich zu, denn meine berufliche Zukunft ist mir sehr wichtig." Schließlich habe er "eine soziale Verantwortung" für seine Familie. König lebt in Aschersleben, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der 39-jährige A-Lizenz-Inhaber möchte zudem möglichst kurzfristig den für die 3. Liga erforderlichen Fußball-Lehrer-Schein machen.

"Sollte der FCM absagen, wird es für mich auf jeden Fall weitergehen. Selbstverständlich verfolge ich den Markt und könnte mir vorstellen, auch künftig in der Regionalliga oder einem gut geführten Nachwuchs-Leistungszentrum zu arbeiten", fuhr König fort. Enttäuscht ob des zögerlichen Verhaltens seines Arbeitgebers sei er nicht, beteuert König, schließlich kenne er "die Mechanismen des Trainergeschäftes". An ein Aufgeben denkt er nicht: "Ich möchte schon im ambitionierten Fußball bleiben."