Halberstadt l Die Ausgangssituation vor dem 23. Spieltag ist aus Sicht von Germania Halberstadt nicht schlechter geworden. Lok Leipzig, in der Tabelle unmittelbar hinter den Vorharzern und auf dem ersten Abstiegsplatz, hat sein Nachholspiel gegen Babelsberg unter der Woche mit 0:1 verloren. So bleibt es beim Abstand von sieben Zählern.

Für Trainer Achim Hollerieth gilt es jetzt, die "Hausaufgaben" zu erledigen. Die heißen am heutigen Sonnabend FSV Zwickau (Sportforum "Sojus 31", 13.30 Uhr). Der 40-Jährige zeigte sich mit der Einstellung seiner Mannschaft in der ersten Trainingswoche unter seiner Führung zufrieden, will aber weiter Änderungen im Spiel forcieren. "Wir wollen den Ball schneller in die Spitze spielen und unsere Defensive weiter nach vorne verlagern." Birgt diese Variante als schlechteste Abwehrmannschaft der Liga aber nicht die Gefahr, etliche Gegentreffer mehr zu kassieren? Hollerieth: "Die Tabelle mit den 45 Gegentreffern lügt nicht. Wir können weitermachen wie bisher oder etwas anderes probieren." Etwas zynisch ergänzt er: "Schlimmer kann es nicht werden." Weil die Germania nicht zu den angriffsstärksten Teams der Liga zählt, will er etwas ändern. "Dann müssen wir halt ein Tor mehr schießen als der Gegner!"

Gegen die kompakten Zwickauer, die mit zuletzt sieben Punkten aus drei Partien den Weg aus dem Tabellenkeller fanden, dürfte Max Worbs erneut zum Kader gehören. Unter Trainer Willi Kronhardt aussortiert, soll er dem VfB jetzt beim Klassenerhalt helfen. "Als er gegen Auerbach rein kam, hat er eine gute Leistung gezeigt", attestierte Hollerieth dem 22-Jährigen eine gelungene Rückkehr ins Team, "jetzt arbeiten wir im Training individuell viel mit ihm, damit er die Puste für die restlichen acht Partien bekommt. Er wird der Mannschaft gut tun."

Auch Niels-Peter Mörck kehrt nach überstandener Verletzung zurück ins Team.