Zwickau l Regionalligist Germania Halberstadt wartet weiter auf den ersten Sieg der Rückrunde. Das 0:0 beim FSV Zwickau wurde aber aufgrund der aktuellen Situation beim VfB als Punktgewinn und Fortschritt gewertet.

Bei den Halberstädtern kehrte wie erwartet nach überstandener Verletzung Niels-Peter Mörck in das zentrale Mittelfeld zurück. Überraschend stand aber auch Rico Steinhauer in der Startelf. Er hatte verletzungsbedingt nur sporadisch trainieren können, sein Einsatz war daher mehr als fraglich. Gemeinam mit Florian Büchler bildete er im Sojus-Stadion die sattelfeste Innenverteidigung. Beide wirken inzwischen sehr gut abgestimmt.

Die erste gute Möglichkeit der Gäste landete gleich im Tor von Keeper Marian Unger. Der tolle Spielzug über die rechte Angriffsseite, von Nils Gottschick eingeleitet und Mörck abgeschlossen, wurde allerdings als abseits gewertet (4.). Es wäre das frühe Tor gewesen, das die Halberstädter zuletzt immer wieder selbstkritisch von sich gefordert hatten, um dem Spiel den Stempel aufdrücken zu können. Gottschick hatte im ersten Durchgang eine weitere gute Möglichkeit, als er frei auf Unger zumarschierte, allerdings zu früh und halbherzig abschloss.

Negativer Höhepunkt der ersten 45 Minuten war der Zusammenprall von Zwickaus Bene Brecht und VfB-Keeper Pascal Nagel. Bereits kurz zuvor hatte der FSV-Akteur ähnlich ungestüm Steinhauer attackiert. Diesmal sah er Gelb. Für Nagel war danach das Spiel beendet (42.). Mit klaffender Platzwunde über der Augenbraue ging es ins Krankenhaus. Nach Abpfiff gab es Entwarnung: Die Wunde bei Halberstadts wichtigem Rückhalt wurde mit sieben Stichen genäht, so dass er gemeinsam mit dem Team den Rückweg antreten konnte.

Zwickau trat im zweiten Abschnitt mutiger auf, hatte per Pfostentreffer von Oliver Genausch und einem Schuss von Robert Paul gute Chancen. Germania zog sich etwas zurück. Über 90 Minuten überzeugte das Team aber mit einer enorm verbesserten Körpersprache, der Wille in jedem Zweikampf war erkennbar, wenngleich nach vorne sicher einiges zu wenig passierte. Trainer Achim Hollerieth bemerkte den Fortschritt: "Wir haben zu Nnull gespielt, das ist der richtige Weg."

Zwickau: Unger - Fuß, Eggert, Paul, Göbel - Stiefel, Baumann - Brecht (86. Fugmann), Frick (81. Romanovski), Röhr - Genausch

Halberstadt: P. Nagel (42. Naumann)- Schütze, Büchler, Steinhauer, Schulze - Schubert, Mörck - J. Nagel, Krontiris (63. Worbs), Georgi - Gottschick (77. Bolivard)

Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula). Zuschauer: 978. Gelb: Brecht, Paul, Baumann / -