Halberstadt l Nicht nur weil das Auswärtsspiel von Regionalligist Germania Halberstadt beim FSV Zwickau torlos blieb, war die Verletzung von Stammtorwart Pascal Nagel Gesprächsthema Nummer eins bei Fans und Teamkameraden.

Der 22-Jährige blieb nach einem Zusammenprall mit Zwickaus Bene Brecht mit blutender Platzwunde auf dem Rasen liegen und sorgte damit kurzzeitig für geschockte Gesichter. Halberstadts unumstrittene Nummer eins erinnert sich: "Es kam eine halbhohe Flanke von außen. Ich bin als Erster am Ball, habe den Gegner gar nicht wahrgenommen, kurz danach gab es mit großer Wucht einen Schlag."

Knapp 24 Stunden später war der Germania-Keeper am Montagmittag sichtbar gezeichnet. Das linke Auge ist zugeschwollen, blau und gelb. Dem Betroffenen geht es inzwischen halbwegs gut, "besser als gedacht", bestätigte Nagel, der zur Absicherung am Sonntag auch noch beim HNO-Arzt vorstellig wurde: "Es gibt kein Schwindelgefühl, nur ein paar Kopfschmerzen". Diese Woche ist er jedoch krankgeschrieben und möchte die Zeit zur Erholung und Ruhe nutzen. "Sobald das Auge wieder okay ist und ich bei 100 Prozent Sehvermögen bin, trainiere ich mit", möchte die Nummer eins schnellstmöglich zurück zum Team. Bis dahin heißt es aber Kühl-Akku auflegen. Nach sieben bis zehn Tagen werden die Fäden gezogen.

Die knapp 45 Minuten, die er vor seinem Krankenhausbesuch vom Spiel mitbekam, resümierte er positiv. "Im Großen und Ganzen war das viel mehr Engagement. Auswärts bei heimstarken Zwickauern zu punkten ist gut. Es wäre schön, wenn wir davon zehren können, um endgültig da unten rauszukommen."

Indes bestreiten seine Teamkollegen heute um 18.15 Uhr beim Verbandsligisten Oscherslebener SC ein Testspiel (Sportplatz am Schwimmbad).