Magdeburg l Momentan sieht es nicht so aus, als könne Regionalligist 1. FC Magdeburg Tabellenführer TSG Neustrelitz von der Spitze verdrängen. Doch die Elbestädter haben noch ein anderes heißes Eisen im Feuer, den Landespokal. Heute (19 Uhr) steht für den Cupverteidiger das Viertelfinale bei der SG Union Sandersdorf an.

"Wir sind zwar Favorit, nehmen die Aufgabe aber sehr, sehr ernst. Es ist ein schweres Los", sagte FCM-Trainer Andreas Petersen vor dem Duell beim Tabellenachten der Oberliga Süd. Petersen erinnerte daran, wie schwer sich beispielsweise der HFC beim VfL Halle (1:0 nach Verlängerung/d. Red.) oder Hansa Rostock gegen den 1. FC Neubrandenburg (1:2 und damit sensationell ausgeschieden) getan haben - ebenfalls beides Oberligisten: "Für den unterklassigen Verein ist es jeweils das Spiel des Jahres, wo er nichts zu verlieren hat. Mein Assistent Danny König und ich haben Sandersdorf mit einigen regionalliga-erfahrenen Akteuren mehrfach beobachtet."

Gleichwohl erwartet der FCM-Coach einen Sieg seiner Mannschaft, der "mit der gleichen Einstellung und Moral wie beim 4:2 über Plauen auch zu schaffen sein sollte. Wichtig ist, dass wir von Anfang an gewillt sind, das Heft in die Hand zu nehmen."

Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit von der Partie dürfte Torjäger Christian Beck sein, der sich gegen Plauen einen Siebbeinbruch (Knochen des Hirnschädels) zugezogen hatte. "Ein herber Verlust, aber die Gesundheit des Spielers geht vor", betonte Petersen, der als Beck-Vertreter entweder Florian Beil oder Matthias Steinborn ins Rennen schicken will.