Halberstadt l Regionalligist VfB Germania Halberstadt steckt tief im Abstiegskampf. Ob Hertha BSC II, der ZFC Meuselwitz oder der 1. FC Lok Leipzig - am Wochenende fuhr die direkte Konkurrenz jeweils drei Punkte ein und machte die Vorharzer damit zum eindeutigen Verlierer des 24. Spieltages.

Präsident Olaf Herbst mochte nach dem 1:2 gegen den Berliner AK gar nichts sagen, ihm war die Ernüchterung ins Gesicht geschrieben. Dabei werden die Aufgaben keineswegs leichter, denn für den VfB Germania stehen nun in Meuselwitz (19. April) und bei Union II (27. April) zwei herausfordernde Auswärtsaufgaben bevor.

Torschütze Florian Büchler, der zu den besseren Halberstädtern gehörte, machte auf die Parallelen zu vielen vorherigen Partien aufmerksam: "Wir haben sechs, sieben top Chancen. Machen wir eine davon, läuft das ganze Spiel anders. Es fehlt uns derzeit einfach am Selbstbewusstsein."

Die Trainer, Dietmar Demuth auf BAK-Seite und Achim Hollerieth beim VfB, waren sich bei den beiden Berliner Treffern einig: "Das waren Zufallsprodukte." Demuth ordnete die Leistung seines Teams als spärlich ein: "Wir sind immer schwächer geworden und hatten am Ende Glück, drei Punkte mitzunehmen." Auch Christian Siemund, BAK-Kapitän und ehemaliger Germane, sprach das oft zitierte Glück an: "Ich bin ganz ehrlich, momentan steht das auf unserer Seite."

Germania-Trainer Hollerieth blieb unmittelbar nach Abpfiff noch einige Augenblicke nachdenklich auf seinem Stuhl sitzen, ihm dürfte bewusst geworden sein, dass er ab jetzt auch als Psychologe gefordert ist. Schon kurz danach gab er sich kämpferisch: "Wir werden alles, aber wirklich alles geben, um am letzten Spieltag über dem Strich zu stehen."