Das ist Jens Härtel

Geboren: 7. Juni 1969 in Roch-litz (DDR)
Derzeitige Tätigkeit: U-19-Juniorentrainer bei RB Leipzig
Lizenz: Fußball-Lehrer

Erfolge als Spieler: u.a. Meister der NOFV-Oberliga Süd 1993 mit dem FC Sachsen Leipzig; Meister der NOFV-Oberliga Mitte 1994 mit Union Berlin; Meister der Regionalliga Nordost 2000 mit dem 1. FC Union Berlin; 91 Einsätze (drei Tore) in der 2. Bundesliga für FSV Zwickau (63/1) und SV Babelsberg (28/2)

Erfolge als Trainer: Meister der Verbandsliga Brandenburg 2006 mit Germania Schöneiche; Brandenburger Pokalsieger 2008, 2009 und 2011 mit dem SV Babelsberg; Berliner Pokalsieger 2012 mit dem Berliner AK

Magdeburg l Auf einer bei Hauptsponsor "eab solar" abgehaltenen Pressekonferenz erläuterte der sportliche Leiter Mario Kallnik die Beweggründe: "Jens Härtel ist mit 44 Jahren der jüngeren Trainer-Generation zuzuordnen, aber mit der nötigen Erfahrung ausgestattet. Er besitzt Durchsetzungsvermögen, eine professionelle Einstellung und hat regionalen Bezug. Ich habe ihn als besonnenen, zielorientierten und loyalen Menschen kennengelernt. Wir sind froh und glücklich, dass wir ihn verpflichten konnten."

Härtel war zur Überraschung und Enttäuschung der zahlreichen Journalisten allerdings selber nicht vor Ort. Kallniks Begründung: "Er ist aus Respekt vor der noch laufenden Saison und den sportlichen Zielen beider Vereine nicht anwesend. Neuausrichtung und das aktuelle Geschehen sollen nicht vermischt werden." So werde der neue Mann laut Kallnik auch bei den restlichen Auftritten des FCM nicht auf der Tribüne sitzen, sondern stattdessen mit Videomaterial versorgt.

1. FC Magdeburg zahlt keine Ablöse

Der FCM-Sportchef bedankte sich ausdrücklich beim Drittligisten RB Leipzig, der dem Wunsch Härtels nachgekommen sei, ihn ohne Ablöseforderungen aus seinem bis 2015 laufenden Vertrag als U-19-Coach vorzeitig gehen zu lassen. Beim FCM erhält er einen Zwei-Jahres-Kontrakt. Der Assistent für Härtel steht indes noch nicht fest, er soll allerdings aus dem Trainerpool des FCM kommen.

Kallnik sprach von harten, anstrengenden Wochen und zeigte sich sichtlich erleichtert, die "wichtigste Personalie" nun geklärt zu haben. "Als plötzlich auch Hansa Rostock als Drittligist auf Trainersuche ging, wurde es noch schwerer. Sie waren ebenso an Härtel dran wie Carl Zeiss Jena. Jens hat sich letztlich für uns entschieden, weil ihn unsere Philosophie überzeugte und weil auch die Infrastruktur in Magdeburg stimmt."

Erst kurz vor Beginn der Pressekonferenz hatte Kallnik die Mannschaft über die Petersen-Nachfolge informiert und sie gleichzeitig auf den Endspurt eingeschworen. Mit einem Sieg am Donnerstagabend gegen Aufsteiger Viktoria Berlin will der Club seinen zweiten Platz festigen, der am Ende doch noch zur Relegation reichen könnte, sollte Neustrelitz keine Lizenz erhalten.