Magdeburg l Die zweitstärkste Heim-Elf gegen das fünftbeste Auswärtsteam der Saison - eine attraktive Konstellation vor der Regionalligapartie am Sonnabend (13.30 Uhr, MDCC-Arena). Wäre da nicht der Neun-Punkte-Rückstand des 1. FC Magdeburg auf Tabellenführer TSG Neustrelitz und der Sechs-Punkte-Vorsprung des ZFC Meuselwitz auf Abstiegsaspirant Lok Leipzig.

FCM-Trainer Andreas Petersen sieht dennoch kein Motivationsproblem für seine Akteure: "Wir stehen im Pokalfinale. Wer sich jetzt hängen lässt, ist beim Endspiel nicht dabei. Eine größere Motivation kann es für keinen Spieler geben." Besonders auf seinen Einsatz brennt Christian Beck. 19 Saisontreffer hat der 26-Jährige bisher auf seinem Konto. Ob der FCM-Angreifer, der wegen seines doppelten Nasenbein- und Siebbeinbruches mit einer Maske trainiert und spielt, allerdings aufgeboten wird, bleibt weiter offen. "Abwarten", verordnet Petersen, "Christian nutzt uns nur etwas, wenn er zu 100 Prozent fit ist. Er muss auch vom Kopf her bereit sein, in die Zweikämpfe zu gehen. Klar, möchte ich ihn gern spielen lassen ..."

So dürfte im Angriff die Frage lauten: Beck oder Beil. Im Mittelfeld steht nach einer Pause wegen Gelb-Rot Christoph Siefkes wieder bereit. In der zentralen Abwehr sollen Kevin Nennhuber und Steffen Puttkammer den rot-gesperrten Felix Schiller und Christopher Handke ersetzen, der sich vor Wochenfrist einen doppelten Rippenbruch zugezogen hat.

Ausreichend Motivation muss laut Petersen auch sein, dass seine Elf Tabellenplatz zwei "festmachen" will und dass der FCM am Sonnabend zum traditionellen Behindertentag einlädt. Petersen: "Natürlich wollen wir mit einem vollen Erfolg zum Gelingen beitragen und damit gleichzeitig neugierig auf das Pokalfinale machen."