Halberstadt l Vor den letzten beiden Auswärtspartien hätten das sicher nur die wenigsten erwartet: Fußball-Regionalligist Germania Halberstadt hat gegen Meuselwitz (4:0) und Union Berlin II (3:2) die Maximalausbeute an Punkten gesammelt.

Die Vorharzer bleiben damit auch im fünften Auswärtsspiel nacheinander ungeschlagen (darunter sieben Zähler auf fremdem Platz unter Neu-Trainer Achim Hollerieth). Bei Union demonstrierten die Halberstädter eine hervorragende kämpferische Leistung, dazu einen beispielhaften Teamgeist. Das vielzitierte Glück des Tüchtigen, das den Germanen in den vergangenen Wochen offenbar abhanden gekommen war, kehrte im Jahn-Sportpark zurück.

Der Cheftrainer lobte seine Elf nach dem Abpfiff: "Die Mannschaft hat trotz zweifachen Rückstandes Moral gezeigt und im Spielverlauf den notwendigen Siegeswillen entwickelt. Bei sehr schwülem Wetter hat sie sich verdientermaßen mit dem 3:2-Sieg belohnt - ich bin richtig stolz."

Germania Halberstadt bringt Meuselwitz und Hertha in die Misere

Für Germania ist das 3:2 womöglich ein Meilenstein im Kampf um den Klassenerhalt gewesen, kletterte der VfB doch immerhin drei Tabellenplätze nach oben und beförderte gleichzeitig mit Hertha BSC II, Babelsberg und Meuselwitz drei Konkurrenten tiefer in die Misere. Hollerieth wollte dem Sieg aber nicht zu viel Euphorie beimessen, blickte schon auf das nächste Heimspiel voraus: "Das war ein kleiner Schritt. Klar freut es mich zu sehen, wie viele Chancen wir uns gegen eine so spielstarke Mannschaft wie Union erarbeitet haben, ab Mittwoch gilt der Fokus aber Carl-Zeiss Jena."

Indes steigt die Germania bei ihren Fans wieder höher im Kurs. Die zahlreich per Bus und Bahn angereisten Anhänger sorgten in der Hauptstadt über 90 Minuten für Heimspielstimmung, glaubten wie der Trainer jederzeit an ihre Elf.