Magdeburg/Gummersbach l Der Handball-Boom in Magdeburg hält auch nach dem Riss der Erfolgsserie weiter an. So vermeldet der Verein, dass für das Spiel gegen den Traditionsclub aus Gummersbach am Samstag bereits an die 6000 Tickets verkauft wurden. Da liegt es nahe, dass auch die Spieler nach dem Ausrutscher in Wetzlar sofort wieder in die Erfolgsspur zurückkehren wollen, um die Fans bei der Stange zu halten und für ihre Treue und Zuversicht zu belohnen.

Für die Mission Heimsieg melden sich alle einsatzbereit, dafür legt sich jeder bei der Vorbereitung ins Zeug, dafür wurde selbst der gestrige Feiertag zum "Tag der Arbeit" gemacht und mit voller Kapelle trainiert. Und dafür will auch der bei einem Foul in Wetzlar ausgehebelte Andreas Rojewski "auf die Zähne beißen", wie er gestern betonte.

Spiel gegen Wetzlar war "Schuss vor den Bug"

Nicht das in Mitleidenschaft gezogene Sprunggelenk, sondern vielmehr der lädierte Brustwirbelbereich zwang den Rückraumspieler zum Kürzertreten. Dennoch wollte "Roje" am Donnerstagnachmittag "nicht einmal ein kleines Fragezeichen" hinter seinen Einsatz setzen: "Von mir gibt es nur ein grünes Licht. Ich kann und ich werde spielen!"

Mit Blick auf das Ende der Erfolgsserie erklärte der Linkshänder: "Wir haben sechs Spiele extrem gut und in Wetzlar leider kollektiv schlecht gespielt." Das sei ein Schuss vor den Bug gewesen "und ein Zeichen, dass wir doch noch nicht so gefestigt sind, um das bis zum Saisonende komplett so erfolgreich durchzuziehen".

Rojewski mahnte an, sich von der Niederlage nicht aus der Bahn werfen zu lassen. "Wir müssen uns auf uns konzentrieren, zumal wir nicht wissen, was uns erwartet, nachdem der VfL durch den Sieg gegen Minden einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht hat und jetzt befreit aufspielen kann."