Magdeburg l Es hätte tatsächlich noch einmal spannend werden können. Doch mit dem 1:2 bei Hertha BSC II ist für Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg das Thema Relegation endgültig erledigt. Unterdessen verriet der scheidende Trainer Andreas Petersen, dass ihm Anfragen "von mehreren interessanten Vereinen" vorliegen.

Der Club hätte auf sechs Zähler verkürzen können, doch so ging der Fluch im Jahnsportpark, wo es seit 2009 nur Niederlagen gegen Hertha zu beklagen gibt, weiter. Torhüter Matthias Tischer: "So zu verlieren, ist bitter. Es war quasi ein Spiel ohne Chancen. Und trotzdem kassieren wir zwei blöde Dinger, erst einen abgefälschten Ball und dann einen Sonntagsschuss."

Petersen: FCM-Spieler sind "häufig zu lieb"


Auch Petersen haderte mit dem 1:2, beklagte die "Schlampigkeit im Abschluss", betonte aber zugleich, dass Platz eins nicht mehr "im Fokus" gestanden habe: "Unser Ziel ist klar definiert: Wir wollen Platz zwei dingfest machen und uns weiter von unserer positiven Seite zeigen."

Und mit einem Blick zurück erklärte der Coach: "Es waren zwei tolle Jahre in Magdeburg. Unser Faustpfand war vor allem die starke Physis. Ab der 70. Minute waren wir allen anderen Mannschaften überlegen. Auch Hertha war am Sonntag stehend k.o. Dass es letztlich nicht zu mehr gereicht hat, lag daran, dass dieser Truppe in bestimmten Situationen Typen fehlen, die die Richtung vorgeben. Die Jungs sind häufig zu lieb."

König geht eventuell mit Petersen


Zu seiner eigenen Zukunft sagte der 53-Jährige: "Ich war kurz davor, vor wenigen Tagen einen Vertrag bei einem anderen Verein zu unterschreiben, habe aber noch gewartet. Gut so, denn inzwischen liegen mir weitere Angebote vor. Ich bin selber überrascht." Auf Nachfrage schloss Petersen nicht aus, dass er in der nächsten Saison sogar auf der Bank eines anderen NOFV-Regionalligisten sitzen und damit gegen den FCM spielen könnte.

Neuigkeiten gibt es auch in Bezug auf Co-Trainer Danny König. Petersen: "Es ist durchaus möglich, dass er mir folgt. Wir haben beim FCM hervorragend zusammengearbeitet."