Magdeburg l Alle Jahre wieder werden im Rahmen des letzten Heimspieles mehr oder weniger viele SCM-Youngsters verabschiedet, die den Verein zum Saisonende verlassen. Am Sonnabend nach dem 28:26 gegen die MSG Gr. Bieberau/Modau waren es mit gleich neun Aktiven so viele wie noch nie zuvor.

Noch auf dem Parkett erhielten Felix Hendrich, Lennart Carstens, Niklas Sommermeier, Maurice Wilke, Bert Hartfiel, Tim Ackermann, Maximilian Rühl, Gordon Kaffenberger und Sven Vogel aus den Händen der SCM-Geschäftsführer Marc Henrik Schmedt und Steffen Stiebler zu den Klängen des Hits "Geile Zeit" von Juli Blumen und eine Fotocollage zum Abschied.

"Bei den Youngsters wird man nicht alt", hatte Neu-Trainer Bennet Wiegert bereits vor Wochen erklärt. Eine Ausnahme bildete Linksaußen Niklas Sommermeier, bis zu seiner Hochzeit im vorigen Jahr unter dem Namen Kupfer in der Liga unterwegs. Bis auf zwei Spielzeiten beim TSV Hannover-Anderten war der gebürtige Wernigeröder seit 2005 für die SCM-Zweite aktiv. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn wird der 28-Jährige dem Verein wohl als Trainer erhalten bleiben.

Von den anderen am Sonnabend verabschiedeten Youngsters haben die meisten wohl schon einen neuen Club, mauern aber noch mit der Bekanntgabe. Tim Ackermann (19), der wie Maurice Wilke von Kindheit an beim SCM war und in Magdeburg Technik/Sport auf Lehramt studiert, läuft künftig für Ligakonkurrent Anhalt Bernburg auf. Sven Vogel (22) schließt sich der TS Großburgwedel an und Keeper Felix Hendrich (19), soll künftig die Nummer drei beim Bundesligisten TBV Lemgo sein.

Alle anderen Verabschiedeten dürften zwar auch schon neue Vereine haben, halten sich mit deren Bekanntgabe aber noch bedeckt, wie Lennart Carstens ("Es ist noch nicht offiziell.") oder Bert Hartfiel ("Ich unterschreibe in den nächsten zwei Wochen."). Gottfried Kunz, Trainer des TV Kirchzell, bemerkte schon eine Woche zuvor zum Potenzial der SCM-Youngsters: "Das sind eigentlich Kandidaten für die 2. Liga." Und zumindest da dürfte man den einen oder anderen wohl irgendwann wiedertreffen.