Halberstadt l Matchball Nummer zwei. So könnte der Untertitel für Germania Halberstadts Auswärtsspiel beim Tabellenletzten FSV Optik Rathenow lauten (Sonntag, 13.30 Uhr im Stadion Vogelgesang).

Mit einem Sieg beim Schlusslicht - und einer gleichzeitigen Niederlage Lok Leipzigs bei Viktoria Berlin - hätte das Team aus dem Vorharz den Klassenerhalt in der Tasche. Die drei Punkte müssen sich die Gäste jedoch hart erarbeiten, fing doch Optik in den letzten Partien an zu punkten. Zehn Zähler aus den vergangenen sechs Begegnungen stehen da zu Buche (im Vergleich: Germania 7). Am 27. Spieltag schrieb Rathenow mit dem 4:0 beim Berliner AK Vereinsgeschichte: Es war der höchste Auswärtssieg seit Regionalligazugehörigkeit. Das Motto der Gastgeber lautet daher gegen Germania: Keine halben Sachen, nur ein Sieg zählt.

Bei allem positiven Trend, der FSV hat ein Problem: Im eigenen Stadion verliert das Team in aller Regelmäßigkeit. Gerade drei Siege gab es in den bisherigen 13 Saisonpartien. Hier möchten die Halberstädter ansetzen. Kapitän Philip Schubert, der genau wie Außenverteidiger Tino Schulze gelbgesperrt ist, versprüht Optimismus: "Wir haben es immer noch in der Hand, sind in den letzten Auswärtsspielen auf dem richtigen Weg gewesen und werden an diese Leistung anknüpfen."

VfB-Trainer Achim Hollerieth muss neben den beiden Stammspielern zusätzlich auf Dennis Stojanovic-Fredin (Fersensporn) und Emmanuel Krontiris (krank) verzichten, gab sich aber kämpferisch vorm 28. Spieltag: "Jammern hilft nicht, da schüttelt man sich kurz und dann geht\'s weiter."