Halberstadt l In der Regionalliga entwickelt sich der VfB Germania Halberstadt zum Auswärtsschreck. Nach dem 3:2 bei Union Berlin II und dem 4:0 beim ZFC Meuselwitz ließen die Vorharzer nun beim 4:1 in Rathenow erneut viele Treffer und einen "Dreier" folgen. Was im eigenen Friedensstadion seit Anfang Dezember 2013 gar nicht mehr laufen will, funktioniert auf des Gegners Rasen scheinbar um so besser. Für die Germania war es das sechste Auswärtsspiel ohne Niederlage nacheinander.

Bei aller Euphorie nach dem so gut wie sicheren Klassenerhalt, schob Halberstadts Cheftrainer Hollerieth seinem Fazit zum Spiel in der Pressekonferenz ein persönliches Anliegen vor: "Es liegt mir daran, eines loszuwerden. Ich möchte auf diesem Wege betonen, dass wir zunächst alle guten Wünsche an meinen Trainer-Kollegen Ingo Kahlisch zur baldigen Genesung richten, denn das sind die Dinge, die uns daran erinnern, dass es sich bei unserem geliebten Sport wirklich nur um eine schöne Nebensache handelt." Kahlisch, seit 25 Jahren Trainer und Geschäftsführer beim FSV, hatte vor knapp einem Monat einen Schlaganfall erlitten.

Zurück beim Sportlichen betonte Hollerieth die "sehr gute zweite Halbzeit" seiner Mannschaft. "Da war ich zufrieden, denn die Jungs haben viel investiert und es dann spürbar besser umgesetzt, schnell in die Tiefe zu spielen. Nur so können Treffer eingeleitet werden, und das ist ja das Salz in der Suppe im Fußball." Kritisch betrachtete er das Auftreten in den ersten 45 Minuten (als es 0:0 hieß/d.Red.). "Da herrschte so eine `Schauen-wir-mal-Einstellung`. Zum Glück kam das Team dann mit veränderter Grundhaltung aus der Kabine."