Volksstimme: Kevin Schlitte, im Januar 2004 sind Sie erstmals zur Germania gestoßen. Warum schließt sich im Vorharz der Kreis?
Kevin Schlitte: Zuerst einmal: Ich freue mich wieder hier zu sein. Ich habe viel Positives in Erinnerung. Dazu ist beim VfB Germania einiges passiert, ich nenne da als Beispiel das neue Hauptgebäude. Unter Trainer Frank Lieberam begann in Halberstadt meine fußballerische Entwicklung. Der Grundstein Germania hat es mir überhaupt erst ermöglicht, Profi zu werden. So war es keine Frage für mich, hier zu helfen.

Sie haben einen Einjahresvertrag unterschrieben. Ihre aktive Karriere endet demnach bei der Germania?
Wenn man ein bestimmtes Alter überschreitet, überlegt man sich, welche Möglichkeiten einem bleiben. Mit Stephan Grabinski (Sportlicher Leiter VfB Germania/d. Red.) stand ich regelmäßig in Kontakt. Ausschlaggebend war für mich die berufliche Perspektive, die er mir in seiner Firma geben kann. Ich wollte zurück nach Hause, gleichzeitig den Fokus auf den Beruf legen. Der Ehrgeiz, höherklassig Fußball zu spielen, ist natürlich dennoch da.

Konnten Sie Ihre neue Mannschaft schon kennenlernen und was ist mit dem VfB möglich?
Ich habe das Spiel gegen den FCM vor Ort verfolgt, ansonsten ist über die Entfernung bisher nicht viel möglich gewesen. Ich habe ein gutes Gefühl, dass man hier etwas bewegen kann. Mit Achim Hollerieth hat man einen jungen, ambitionierten Trainer. Dazu kommen einige junge Spieler, die auch noch einmal in mir den Ehrgeiz wecken. Andererseits kann ich ihnen mit meinen Erfahrungen helfen, so haben alle etwas davon. In der Staffel sind außerdem einige attraktive Gegner. Ich will meinen Teil zu einer guten Saison beitragen.