Racice/Magdeburg l Zwei Monate vor der Heim-EM in Brandenburg präsentieren sich die deutschen Kanuten in blendender Form. Beim Weltcup im tschechischen Racice räumte das deutsche Team allein in den olympischen Disziplinen fünf Siege und sieben Podestplätze ab.

Aus Magdeburger Sicht war der Sieg von Yul Oeltze bei seinem Weltcup-Debüt das alles überstrahlende Ergebnis. Der 20-Jährige gewann mit Ronald Verch das Rennen im olympischen Zweier-Canadier über 1000 Meter vor den Lokalmatadoren Jaroslav Radon/Filip Dvorak und den Kanadiern Benjamin Russel/Gabriel Beauchesne-Sévigny.

Team auf "Anhieb konkurrenzfähig"

Das Überraschende dabei war nicht nur der souveräne Start-Ziel-Sieg, sondern auch die offensichtliche Harmonie des Magdeburgers mit dem acht Jahre älteren Potsdamer. Das Boot wirkte wie aus einem Guss, dabei war es gerade einmal vor neun Tagen in Kienbaum "zusammengezimmert" worden.

Zu seinem perfekten Einstand im Nationalteam erklärte Oeltze gegenüber der Volksstimme: "Es ist unglaublich, dass Ronald und ich uns so schnell zusammengefunden haben und das so super im Rennen abrufen konnten. Von mir ist eine große Last abgefallen, dass wir auf Anhieb konkurrenzfähig sind."

Siege fuhren auch die Einer-Spezialisten Sebastian Brendel (Canadier) und Max Hoff (Kajak) über 1000 Meter sowie die Sprinter Ronald Rauhe/Tom Liebscher im K2 über 200 Meter und die Weltmeister Max Rendschmidt/Marcus Groß im Kajak-Zweier über 1000 Meter.