Halberstadt l Nach Rico Steinhauer (BFC Dynamo) und Tino Schulze (Hessen Kassel) verlässt auch Emmanuel Krontiris Fußball-Regionalligist VfB Germania Halberstadt. Mit dem 31-Jährigen geht der Routinier im Team von Bord. Am letzten Spieltag beim VFC Plauen wird der Deutsch-Grieche aus Verletzungsgründen nicht mehr zum Einsatz kommen, damit weist der "Zehner" der Vorharzer insgesamt 43 Einsätze und neun Tore (sechs davon in dieser Spielserie/d.Red.) vor.

In den letzten Wochen deutete sich dieser Abschied bereits an. In den acht Begegnungen unter Trainer Achim Hollerieth stand Krontiris zunächst dreimal in der Startelf, wurde jedoch zweimal nach knapp einer Stunde ausgewechselt. Hollerieth übte offen Kritik an ihm. "Jetzt brauchen wir Spieler, die alles für diesen Verein geben. Vor Namen nehme ich keine Rücksicht." In Meuselwitz saß Krontiris nur auf der Bank. Danach meldete sich der ehemalige Bundesliga- akteur mit Achillessehnenproblemen krank. "Ich hatte schon vor, die letzten zwei Saisonpartien mit zu absolvieren", gibt er einen Einblick in die aktuelle Verletzung, "aber beim Laufen habe ich wieder Schmerzen verspürt, so dass ich die Reißleine gezogen habe und jetzt komplett pausiere."

Unter Willi Kronhardt genoss der Mittelfeldspieler durchaus Privilegien, denen Trainer Hollerieth womöglich kritischer gegenüberstand. All das führt Krontiris aber nicht als Grund für seinen Abschied an. "Ich habe Frau und Kinder in München, zuletzt habe ich meine Familie vor drei Wochen gesehen. So eine Fernbeziehung ist auf Dauer keine Lösung. Weil auch von Vereinsseite bisher niemand den Kontakt gesucht hat, stand für mich relativ schnell fest, nicht weiter für Germania zu spielen." Krontiris will nun möglichst in Süddeutschland einen neuen Verein finden und noch drei, vier Jahre weitermachen.